für die neue wohnung....

....war ich endlich noch mal kreativ.

das bild ist 1,20 m x 0,60 m und wird auf einer sandfarbenen wand über einer weißen hochglänzenden kommode zu hängen kommen.

die protzfotos, wenn die wohnung fertig ist, folgen sicher noch. *lach*

 

 

und noch ein ausschnittfoto.

 

 

 

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Anna-Lena (Sonntag, 21 Februar 2010 09:47)

    Schön, dass du wieder malst, liebe Gerda. Wieder ein gelungenes Werk.

    Mit lieben Grüßen in den Sonntag,
    Anna-Lena

  • #2

    gerda (Dienstag, 23 Februar 2010 16:55)

    ich dank dir, liebe anna-lena.
    irgendwie kann ich hier nicht mehr richtig antworten.
    deshalb kommt mein kommentar so spät. sorry.

    im augenblick hab ich aber auch nicht den nerv mich drum zu kümmern, weil ich mit meinen gedanken beim umzug bin.

    ich wünsche dir eine wunderschöne restwoche

    gerda

  • #3

    Gisela Stöcker (Samstag, 13 Oktober 2012 22:32)

    Hallo Gerda,
    ich komme grad über einen anderen Blog auf deinen Blog. Schade, daß du so einen schönen und perfekten Blog ruhen läßt. Vielleicht machst du ja mal wieder einen Anfang?
    Ich schreibe erst seit 20. Sept. 2012. Da ich mich mit Webseiten nicht so auskenne, ist das nur ein normaler Erzählblog aus meinem täglichen Leben.
    Wenn du möchtest, dann schau mal rein:
    http://gisiblog.blogspot.de/

    Schönes Wochenende wünscht dir
    Gisela aus dem Berchtesgadener Land

  • #4

    Karin Klein (Samstag, 05 November 2016 13:50)

    Wow super schöne bilder.. gefallen mir sehr sehr gut

ein jahr ohne dich

die welt ist seltsamerweise nicht stehen geblieben.

nein, sie hat sich weiter gedreht, als wäre nichts geschehen.

 

für mich aber ist seit einem jahr nichts mehr wie es war.

du fehlst mir so oft und so sehr.

und immer noch so viele fragen......

hast du gewusst, bzw. geahnt, dass du gehen musstest? 

oder hat dich dein tod genauso überrascht wie uns alle?

wolltest du die letzten tage einfach deine ruhe haben?

oder wolltest du mich nicht belasten mit deinem sterben?

du hast so vieles im leben mit dir selbst ausgemacht. es würde mich nicht wundern, wenn du auch das letzte stück weg (abgesehen von deiner familie) hättest alleine gehen wollen.

natürlich akzeptiere ich deinen wunsch, wenn es denn so war.

aber es schmerzt zutiefst, dass ich mich nicht habe von dir verabschieden können. es ist nicht zu ende gebracht, irgendwie.

 

du fehlst mir.

gerade richte ich in gedanken unsere neue wohnung ein. das hätte ich gerne mit deiner hilfe und mit deinen ideen getan.

ganz oft frage ich mich, was du für gardinen ausgesucht hättest. und welche wandfarbe nach deinem geschmack gewesen wäre.

welche von meinen bildern hättest du aufgehängt?

manchmal sitze ich da und höre dich sagen: "weniger ist meistens mehr, gerda"

 

ja, so warst du. bloß nicht auffallen. alles schön dezent, bescheiden und minimalistisch. nur kein aufsehen und kein protzen.

in der beziehung waren wir ja völlig verschieden. ich, die rampensau, deren gemalte bilder schon im weltweiten netz stehen, wenn die farbe noch nicht trocken ist.

und du total zurückhaltend und um unauffälligkeit bemüht.

vielleicht haben wir uns gerade deshalb so wundervoll ergänzt.

 

da ist so vieles, das ich vermisse, seit du tot bist.

seit du tot bist!

das hört sich so unwiderruflich an.

dabei bist du doch nur nicht mehr in meinem blick. auf der anderen seite eben.

sag ich mir jeden tag wieder. tagsüber glaub ich mir sogar meistens.

aber nachts, wenn die gedanken kreisen, dann tut es halt immer noch verdammt weh.

in meinem herzen bist du genauso intensiv und fest verwurzelt wie vor einem jahr.

und da wirst du bleiben, bis wir uns wiedersehen.

 

in inniger freundschaft

 

deine gerda

 

 

 

 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Anna-Lena (Donnerstag, 18 Februar 2010 08:59)

    Wenn ein lieber Mensch gegangen ist, kommen so viele Fragen, die aber niemand mehr beantworten kann.
    Aber solange wir ihn im Herzen haben, lebt er weiter.

    Liebe Grüße in deinen Tag,
    Anna-Lena

  • #2

    Gerda Häusler (Donnerstag, 18 Februar 2010 12:06)

    danke, anna-lena.
    alles liebe dir

    gerda

  • #3

    Lisa Kruss (Montag, 28 November 2016 12:23)

    Mein Beileid

Abschiedsbrief

                                            Geb:  01.01.1928

                                            Gest: 03.01.2010

 

 

                           „Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann,
                           ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.“

 

 

Mein lieber Papa!

 

Im Augenblick weiß ich noch nicht, was ich zuerst tun soll, weinen oder lächeln.

Der Schmerz ist noch zu frisch.

Aber eines weiß ich ganz genau. Wenn es in diesem Leben jemanden gibt, dem ich ein Denkmal setzen wollte, dass wärest du das.

Du warst in deiner Güte, deiner Bescheidenheit, deinem Humor, deiner Geradlinigkeit und deiner inneren Stärke schon immer mein großes Vorbild.

Aber in den letzten Wochen vor deinem Tod hast du uns allen noch mal vor Augen geführt, was du für ein besonderer Mensch warst.

Du hast dein Leiden still getragen. Sicher, wenn die Schmerzen übermächtig wurden, dann haben wir das gemerkt. Du hast nie gejammert oder dein Schicksal beklagt, nein, du hast es hingenommen. So war es halt und man musste das Beste draus machen.

Den einzigen Anspruch, den du in letzter Zeit hattest, du wolltest nicht im Krankenhaus liegen, du wolltest zu Hause bei deinen Lieben sein.

Ich danke dem lieben Gott auf Knien, dass wir dir diesen Wunsch erfüllen konnten.

In letzter Zeit hat dein Körper dir nicht mehr gehorcht. Du konntest nichts mehr alleine. Nicht sitzen, nicht stehen, nicht essen.

Aber dein Geist war voll da.

 

Einmal nach einer schlimmen Schmerzattacke, habe ich dich gefragt: „Papa, würdest du lieber sterben wollen?“

Du lächeltest mich an und sagtest: „Nein, Kind, ich muss ja noch auf euch aufpassen.“

Ja, so warst du.

Fürsorglich und selbstlos bis zum Schluss.

Papa, du kannst dir nicht vorstellen, wie mich dieser Satz „Ich muss ja noch auf euch aufpassen“ gerührt hat. Mit einem Male sah ich dein ganzes Leben und dein ganzes Bestreben auf dieser Welt vor mir. Ja, ich hatte das Gefühl, du hast nur gelebt und gearbeitet, damit es Mama und uns Kindern und deinen Enkeln gut ging. Dafür bin ich dir unendlich dankbar.

 

Deine Bescheidenheit und Selbstlosigkeit hast du auch in einem Österreich-Urlaub mal bewiesen. Du hast vierzehn Tage lang nur "Würstel mit Saft" gegessen. Jeden Abend das gleiche. Es war das billigste Gericht auf der Speisekarte. Wir Kinder und Mama durften essen, wo immer wir Lust drauf hatten. Und dann hast du uns auch noch weisgemacht, dass es für dich nichts Leckereres gibt als Würstel mit Saft. Erst sehr viel später ist uns bewusst geworden, dass du deine eigenen Wünsche wieder mal zurückgestellt hast, nur damit es uns an nichts fehlte.

 

An eine andere Situation in deinen letzten Tagen erinnere ich mich.

Es ging dir nicht besonders gut. Mama, die sich Tag und Nacht rührend und liebevoll um dich gekümmert hat, fragte dich: „Leo, fellt dich jet? (Leo, fehlt dir was?)

Du hast dein unnachahmliches Grinsen aufgesetzt und hast mit Daumen und Zeigefinger das Zeichen für Geld gemacht.

Nicht, weil dir Geld wirklich fehlte, sondern weil du wusstest, du bringst uns damit zum Lachen.

Ja, auch so warst du.

Selbst in den Stunden, wo es dir schlecht ging, wo du selbst jede Erheiterung bitter nötig gehabt hättest, hast du deinen Humor nicht verloren.

Dafür hast du meine tiefste Bewunderung.

 

Es würde zu weit führen, wenn ich jede einzelne Begebenheit aufzählen würde, wo du mich und meine Kinder mit Worten, Taten und Werken unterstützt hast. Stillschweigend und ohne zu zögern.

 

Aber eines möchte ich noch sagen, Papa.

Auch wenn die Trauer im Moment noch riesengroß ist, du hast mir in deinen letzten Stunden so viel gegeben, wovon ich zehren werde, bis wir uns wiedersehen.

Meistens war dein Blick trübe und in die Ferne gerichtet. Nur manchmal hast du mich angeschaut und gelächelt.

Dieses Strahlen, das dann dein Gesicht erhellte, wird in meiner Erinnerung heller leuchten als der hellste Stern. So viel Nähe, Wärme, Erkennen und Liebe lagen in diesem Blick.

Du hast mir viel geschenkt in diesem Leben, aber dieses Lächeln war das schönste Geschenk, das ich von dir bekommen konnte.

Ich werde es in meinem Herzen tragen, bei allem was ich von nun an ohne dich tun werde.

 

Lieber Papa,

auch wenn ich froh bin, dass du keine Schmerzen mehr haben musst,

auch wenn ich weiß, dass du weiterhin auf dein Mädchen aufpasst,

auch wenn ich sicher bin, dass wir uns wiedersehen,

der Abschied tut dennoch unendlich weh.

 

Lass mich ein letztes Mal voller Demut und Ehrfurcht symbolisch den Hut vor dir ziehen.

Nicht nur ich, auch deine ganze Familie und der Rest der Welt hat einen ganz besonderen Menschen verloren.

Meine Liebe und meine Dankbarkeit sind dir gewiss,

bis in alle Ewigkeit.

 

Deine Gerda

 

       

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Kommentare: 15
  • #1

    lintschi (Montag, 04 Januar 2010 11:44)

    ja, es ist eine gnade, im kreise seiner lieben sterben zu können und es ist eine gnade seine liebe auf diese weise ungebrochen weiterführen zu können.
    dein papa hat dir noch viel gegeben, er hat dir die möglichkeit gegeben, an ihn zu denken, wie er war, den schmerz nicht verdrängen zu müssen und dir NICHTS an ihm "hinbiegen" zu müssen, weil er wahr blieb bis zum letzten augeblick.

    ich habe das auch so erlebt und deshalb kann ich dir mit einem jahr abstand sagen: es tut gut, seine lieben auf diese weise verabschieden zu können.
    gehen müssen alle, aber die erinnerung bleibt. und es wird eine gute liebevolle sein. und du wirst die liebe deines papas immer spüren können. und auch so manches mal noch mit ihm kommunzieren. und lächeln ...

    ich wünsch dir und deiner familie so viel liebes!
    deine lintschi

  • #2

    Nina Cordes (Montag, 04 Januar 2010 14:56)

    Hallo Gerda,

    mein aufrichtiges Beileid zum Tode deines Vaters. Es hat mich sehr gerührt, was du über ihn geschrieben hast. Ich glaube, dass Schönste, was man im Leben erreichen kann ist, wenn man von jemandem so geliebt wird, dass er so schöne Dinge über einen schreibt.

    Irgendwie fehlen mir jetzt die Worte, noch was Tröstendes zu sagen. Nur, dass es was Besonderes ist, wenn man so eine zwischenmenschliche Liebe erleben durfte.

    Ich denke an dich und wünsche dir ganz viel Kraft.
    Nina

  • #3

    Rosi Backes (Montag, 04 Januar 2010 17:55)

    Hi Gerda,ja was soll ich schreiben, in den Momenten fehlen eh die richtigen Worte, aber eines da bin ich mir sicher,durch deine Worte spürt man sehr tief,das dein Vater was besonderes war..und sei weiterhin stolz auf Ihn, das du Ihn hattest,fühle dich gedrückt von mir! Rosi

  • #4

    Monika Neidhard (Montag, 04 Januar 2010 18:54)

    Liebe Gerda.....
    ich umarme dich in Gedanken...ich denek er wusste wie sehr er von dir und euch geliebt wurde...
    Monika

  • #5

    Rita Schiffner (Montag, 04 Januar 2010 21:15)

    Liebe Gerda,

    ich denke an Dich, ich kann nachempfinden, was Du fühlst. Als meine Eltern vor 5 und 3 Jahren gestorben sind, wurde mir erst sehr bewußt, was ich verloren bzw. was ich besessen hatte. Vorher war es irgendwie selbstverständlich! Aber auf einmal ist man ein "Voll-Waisenkind" und hat überhaupt keine Familie mehr.

    Ich bin überzeugt, das Dein Vater diese Zeilen mit Glück und Zufriedenheit lesen wird und auch weiterhin irgendwo und irgendwie auf Dich "aufpassen" wird.

    Liebe Grüße!
    Rita

  • #6

    anke bastian (Montag, 04 Januar 2010 22:11)

    liebe gerda,
    es ist schwer einen geliebten menschen zu verlieren,aber es ist schön ihn so in erinnerung zu behalten,wie er an den schönsten tagen seines lebens bei euch war.
    eine stille umarmung in gedenken an deinen lieben papa
    anke

  • #7

    Gerda Häusler (Dienstag, 05 Januar 2010 08:23)

    ihr lieben!

    ich bin grad ziemlich wortlos, darum nur ein leises, aber ganz herzliches DANKE.

    gerda

  • #8

    missi (brigitte) (Dienstag, 05 Januar 2010 10:04)

    Liebe Gerda,
    mein Beileid auch hier nochmal - und wieder mit Tränen in den Augen, ob der schönen Worte, die Du im Gedenken so voller Liebe gefunden hast.
    Und mit Bedauern, dass es so viele Menschen nicht schaffen sich durch die Stärke und Güte und Liebe, wie sie Dein Vater besessen hat, ein Denkmal im Herzen ihrer Lieben zu setzen.
    Und dabei wären es doch oft nur Kleinigkeiten, die Liebe entfachen und erhalten können - ein Lächeln oder ein liebes Wort zur richtigen Zeit - oder einfach mal nur richtig zuhören.
    Dankeschön das ich von dieser tiefen Liebe zu Deinem Vater lesen durfte.

    fühl Dich umarmt,

    Brigitte

  • #9

    syntaxia (Dienstag, 05 Januar 2010 10:30)

    Liebe Gerda,
    mein aufrichtiges Beileid!
    Ich kann nur ahnen, wie deine Trauer ist. Deine Zeilen machen sie sehr spürbar (*weint*), doch möchte ich dich beglückwünschen, einen solchen Vater gehabt zu haben und ihn nun zu betrauern!
    Du wirst ihn, deinen Worten nach auch weiterhin haben - anders, aber er bleibt!
    Ich denke, du bekommst es gut hin, denn was du da empfunden und gesehen hast, was du für dich bewahrst ist sehr kostbar!

    ..drückt dich syntaxia lieb ans Herz

  • #10

    bon. (Dienstag, 05 Januar 2010)

    ein traugrig-schöner abschied ...

  • #11

    Testsiegerin (Dienstag, 05 Januar 2010 14:43)

    Ich wette, es hat hauptsächlich mit deinem vater und seiner liebe zu dir zu tun, dass du so eine starke, herzliche, liebenswürdige und offene frau geworden bist. das hat meistens mit den vaterbeziehungen solcher frauen zu tun.

    und dein vater würde lächeln und sich stolz über diese liebesflut in den zeilen freuen, wenn er das hier lesen könnte. kann er bestimmt auch, mit dem herzen. und dann tät er die würstel in den gulaschsaft tunken, von der semmel abbeißen und sagen: ich hab das richtig gemacht. richtig gut hab ich die erzogen. und richtig innig geliebt. und deshalb hab ich in frieden gehen können. und ich werd von hier weiter auf sie aufpassen.

  • #12

    Eva Zeller-Albert (Dienstag, 05 Januar 2010 15:06)

    Liebe Gerda,

    mir fehlen die richtigen Worte, da ist soviel Gefühl, so viel Liebe, und so viel Trauer und Schmerz. Ich wünsche dir viel Kraft und Mut für die Zeit, die vor dir liegt. Ich habe sehr geweint, als ich deine Zeilen las, und ich kann dich nur gedanklich umarmen und bei dir sein. Bewahre dir die Liebe und die vielen schönen Erinnerungen an deinen Vater. Ich glaube zwar nicht an Gott, aber ich glaube, er ist immer noch irgendwie bei dir. Wenn man so geliebt wird, stirbt man nur äußerlich.

  • #13

    steppenhund (Dienstag, 05 Januar 2010 15:06)

    Ich habe das schon anderswo geschrieben, doch meine Überzeugung ist die selbe geblieben, warum sollte ich dann etwas Neues erfinden?
    Menschen, die einen solchen Eindruck auf ihre Umwelt hinterlassen, sind nicht tot. Sie sind uns nur mehr auf einer geistigen Ebene zugänglich und ihr Körper entzieht sich dieser Welt. Doch dein Vater wird in Ihnen und ihren Anverwandten und vermutlich einer Reihe von Menschen, die ihn gekannt haben, im Herzen präsent bleiben. Wenn man sich dann überlegt, wie der Fortgegangene wirklich zu beschreiben ist, hört man auf sein Herz und hat die vollständige Antwort.
    Mein Beileid gilt daher in erster Linie der schwierigen Bewältigung eines Abschieds. Sonst könnte ich nicht mehr sagen, als im zweiten Absatz der testsiegerin steht.

  • #14

    Anna-Lena (Dienstag, 05 Januar 2010 22:45)

    Liebe Gerda,

    ich möchte dir mein herzliches Beileid zum Tode deines so geliebten Vaters aussprechen.
    Trotz aller Trauer kannst du erfüllt darauf zurückblicken, noch viel Zeit mit ihm verbracht zu haben und ihn auf seinem letzten Weg begleitet zu haben.

    Das wird dir ganz viel Kraft geben, das Bewusstsein, bei ihm gewesen zu sein und Abschied nehmen zu können.

    Ich habe es mit meinem Vater ähnlich erlebt, allerdings konnten wir ihn nicht nach Hause holen,
    sondern waren bei ihm im Krankenhaus.

    Noch ist der Schmerz übermächtig und die Trauer braucht ihre Zeit.
    Deine beiden Briefe haben mich sehr berührt.
    Dein Vater wird immer in deinem herzen und in deiner Erinnerung weiter leben.

    Ich wünsche dir gant viel Kraft, mit dieser Situation fertig zu werden.
    Sei in den Arm genommen!

    Mit lieben Grüßen
    Anna-Lena

  • #15

    Gerda Häusler (Mittwoch, 06 Januar 2010 07:34)

    DANKE!!!!!!

    eure gerda

offener brief an meinen vater

lieber papa,

 

vor ziemlich genau einem jahr ist dieses foto von dir entstanden. weihnachten 2008 bei mir zu hause. ohne probleme hast du die treppe in den ersten stock genommen und hast beim essen deine unnachahmlichen scherzchen gemacht.

 

heute liegst du wie ein häufchen elend im krankenhaus. kannst nicht mehr gehen, nicht mehr stehen, nicht mehr richtig sprechen,ja, nicht mal mehr alleine essen.

 

es tut verdammt weh, dich so hilflos zu sehen.

mein leben lang warst du mein vorbild, meine hilfe in allen lebenslagen, meine stütze. und nun liegst du da und bist auf meine hilfe angewiesen.

nicht, dass ich dir diese hilfe nicht liebend gerne zukommen lasse. ich bin froh und dankbar, dass ich ein klitzekleines bisschen von dem, was du mir an liebe und fürsorge hast zuteil werden lassen, nun zurück geben kann.

dennoch tut es weh, zu sehen, wie du dich noch gegen die situation wehrst, wie du hundert mal lieber alles alleine machen möchtest, als dich von uns und den krankenschwestern helfen zu lassen. du empfindest das als entwürdigend.

glaub mir, papa, wenn einer dich versteht, dann ich.

schließlich haben wir beide den gleichen sturen schädel, wenn es darum geht hilfe anzunehmen.

überhaupt war ich immer papas mädchen, bis heute zu.

ich hab dir weiß gott genug ärger bereitet, und trotzdem warst du immer stolz auf mich.

ich erinnere mich an eine feier im altenheim. du warst als gast eingeladen und ich hab gekellnert.

die ganze high society stand bei dir am tisch und ich kam mit dem sekttablett vorbei. sämtlichen leuten hast du mich voller stolz als deine tochter vorgestellt. immer wenn jemand neues hinzu kam, hast du das zeremoniell mit leuchtenden augen wiederholt. ausgerechnet du, der sonst immer eher zurückhaltend warst, der lieber zwei worte zu wenig, als eins zu viel sagte. das hat mich sehr gerührt damals.

 

weißt du noch, wie ich dich als fünfzehnjährige angelogen habe? ich hab dir erzählt, ich würde bei einer schulfreundin lernen, in wahrheit bin ich mit einem flotten italiener nach holland in eine disco gefahren. du hast den braten anscheinend gerochen und in den nächsten tagen immer wieder irgendwelche bemerkungen fallen lassen, die mich aufhorchen ließen. Zwar hast du nichts konkretes gesagt und auch nicht mit mir geschimpft, aber ich hatte das gefühl, du weißt was, woher auch immer. jahre später hast du mir erzählt, du wärest mir als oma verkleidet gefolgt. das habe ich dir geglaubt, weil du einzelheiten wusstest, zum beispiel, dass ich ich einer frittenbude eine currywurst gegessen habe. erst vor kurzem hast du zugegeben, dass du mir gar nicht gefolgt bist, sondern mein tagebuch gelesen hattest. nicht die feine engliche art, aber ich hab dir längst verziehen, weil ich weiß, dass du nur mein bestes wolltest.

mit deinem kriminalistischen spürsinn bist du mir immer auf die schliche gekommen, hast hier und da eine bemerkung gemacht, mich aber trotzdem machen lassen. immer hatte ich den eindruck, du weißt alles. und wenn ich dich direkt drauf ansprach, hast du nur wissend gegrinst.

 

ach, papa, du bist ein wundervoller vater. großzügig, gerecht und liebevoll. meinen kindern bist du ein opa, wie er im buche steht. lustig, verständnisvoll und spendabel.

 

wir werden uns nun alle umstellen müssen. umstellen auf eine situation, die uns allen noch nicht geheuer ist und die uns allen nicht passt.

aber wir werden es schaffen. so wie wir schon andere situationen als familie gemeistert haben.

die organisatorischen sachen sind geklärt, jetzt gilt es noch zu lernen mit der emotionalen seite umzugehen.

das wird um einiges schwieriger werden.

 

papa, du warst immer für mich da. ob ich finanzielle probleme hatte oder ob ich wieder mal scheiße gebaut habe, du hast mich immer aufgefangen. immer.

bitte, bitte lass nun zu, dass ich für dich da bin.

wann immer ich kann und wann immer ich möchte.

bitte.

ich möchte dir so gerne zeigen, dass ich dich liebe.

zwar hast du etliche liebesbriefe von mir in der schublade liegen.

aber wie sagt man so schön? papier ist geduldig.

lass mich taten folgen lassen.

nicht weil es nötig ist, sondern weil ich es möchte.

und lieb wäre mir, wenn du meine fürsorge und mein kümmern einfach so annimmst, ohne dir ein schlechtes gewissen zu machen und ohne dass es dir peinlich ist.

 

es bricht mir das herz, papa, dich leiden zu sehen. lieber würde ich dir deine momentanen schmerzen abnehmen. ehrlich.

leider geht das nicht.

 

was aber geht ist, dass, wenn du dieses jahr weihnachten nicht mehr zu mir kommen kannst, ich mit meinem ganzen gekochten und gebratenen krempel zu dir komme.

und ich werde wieder ein foto machen.

ein anderes als letztes jahr. sicher.

aber eines, das mir genauso lieb und wert und teuer ist.

 

ich liebe dich, papa!

ob du stehst, gehst, sitzt oder eben liegst.

ich liebe dich!

 

von herzen

 

gerda

 

 

 

 

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Kommentare: 11
  • #1

    lintschi (Mittwoch, 16 Dezember 2009 22:46)

    liebe gerda, das sind so wunderschöne worte!
    ich kann sie gut nachvollziehen, bei mir ist es grade noch ein jahr her ...

    aber ich kann dir aus dieser distanz sagen: alles was du jetzt und SO machst, kommt dir dann zugute. die liebe ist es, die weiter lebt. nicht dein papa. sondern seine liebe, die er so offensichtlich in dich gepflanzt hat, wird dich weitertragen.

    leider sind wir als menschen dazu verdammt, dem sterben unserer lieben beiwohnen zu müssen. aber wir sind als menschen auch in der gnade, liebend ausgleichen zu können. mit liebe, die greifbaren lücken füllen zu können.

    und du bist ein liebevoller mensch. du wirst genau das schaffen. aber der weg führt durch traurigkeit und kummer. den kann man nicht abkürzen. und wer DAS nicht will, ist in der gnade ...

    meine gedanken sind bei dir!
    deine lintschi

  • #2

    Anna-Lena (Mittwoch, 16 Dezember 2009 23:35)

    Liebe Gerda,
    Worte, die unter die Haut gehen und mich sofort daran erinnern, wie es war, als mein Vater ein anderer wurde und auf Hilfe angewiesen war, was er selbst nie gewollt hatte.
    Das tut so unendlich weh, das eigene Vorbild, den starken Mann so klein und hilflos zu erleben, hilflos wie ein Kind, mit einer unendlichen Traurigkeit erfüllt.

    Genieße die Zeit, die du mit ihm noch hast.
    Dafür wünsche ich dir unendlich viel Kraft, Mut und Stärke.
    Ich denke fest an dich!
    Anna-Lena, die dich in Gedanken ganz doll drückt.

  • #3

    Gerda Häusler (Donnerstag, 17 Dezember 2009 07:25)

    eure worte tun mir gut in dieser situation.
    schön, dass es menschen wie euch gibt in meinem leben.
    habt dank dafür.

    herzlichst
    gerda

  • #4

    chris(gucki) (Donnerstag, 17 Dezember 2009 07:55)

    Ich schäm mich nicht zuzugeben, daß ich bei deinen Worten geweint habe.Schade daß dein Vater diesen Brief nicht (heimlich) lesen kann.er wäre noch stolzer auf seine
    Tochter. Ich wünsche dir und deiner Familie alles gute und viel Kraft,vielleicht schafft er es doch, wieder einmallk Weihnachten fröhlich im Kreis seiner Familie zu feiern.
    Alles Gute
    chris

  • #5

    Irish ( Petra ) (Donnerstag, 17 Dezember 2009 10:55)

    Liebe Gerda,

    Wenn ich koennte wuerde ich Dich mal feste druecken ....es tut mir so leid um Deinen lieben Papa .....ich kann Dir ganz genau nachfuehlen wie es Dir gerade geht, denn ich habe vorgestern auch eine sehr schlimme Nachricht erhalten ....meine Mutter ist ploetzlich schwer krank und im Moment hilft nur noch hoffen !!
    Ich denke in dieser schweren Zeit an Dich und hoffe das Dein Papa wieder zu kraeften kommt .

    Ganz liebe Gruesse
    Petra

  • #6

    Gerda Häusler (Donnerstag, 17 Dezember 2009 11:53)

    danke chris und petra.
    ich bin froh, dass ich wenigstens was tun kann und bei ihm bin. noch schlimmer ist ja, wenn man nicht vor ort sein kann. wie ist das bei dir, petra?

    jedenfalls denk ich auch an dich und drück dich fest.

    gerda

  • #7

    anke bastian (Donnerstag, 17 Dezember 2009 14:55)

    liebe gerda,

    die buchstaben deines textes kann ich mit meinen trüben augen kaum lesen,aber ich möchte dir einfach nur mein mitgefühl zum ausdruck bringen
    ich denke für deinen vater bist und bleibst du die beste tochter der welt
    er spürt,wie sehr du ihn liebst
    ich bin mit meinen gedanken bei dir und schicke dir viel kraft und energie

    fühl dich von mir ganz herzlich gedrückt

    anke

  • #8

    syntaxia (Donnerstag, 17 Dezember 2009 21:35)

    Dein Papa spürt und weiß es. Vielleicht könnt ihr einen Kompromiss machen, etwas darf er auch ablehnen. Denn so ganz und gar der Liebe der Tochter ausgeliefert zu sein, kann wirklich zuviel sein.
    Auch ich wünsche dir die nötige Kraft, die nun nötig ist, allein schon beim Loslassen.
    Aber du schreibst es ja selbst, liebe Gerda: Ihr werdet es meistern - mit Liebe!

    ..drückt dich Monika ans Herz

  • #9

    Gerda Häusler (Freitag, 18 Dezember 2009 15:07)

    danke, ihr lieben.
    euer zuspruch und euer mitgefühl tut mir gut.

    ich drücke euch doll zurück

    gerda

  • #10

    Anna-Lena (Montag, 28 Dezember 2009 11:59)

    Liebe Gerda,
    ich hoffe, du konntest zu Weihnachten schöne Stunden mit deinem Vater verbringen.
    Denke oft an dich!
    Liebe Grüße
    Anna-Lena

  • #11

    missi (brigitte) (Samstag, 02 Januar 2010)

    Als ich Deinen schönen Brief an deinen Papa zum ersten Mal las, hatte ich Tränen in den Augen, nach Lesen von Lintschis Kommentar bin ich still gegangen.
    Was sie schreibt drückte ganz klar meine Gefühle und Gedanken aus, die ich selbst so aber nie zu Papier brächte.
    Nun les ich zum 2ten Mal und hoffe ganz einfach für euch, dass ihr ein paar wunderschöne Erinnerungen, auch an dieses Weihnachten, mit der Veränderung des Papas in seiner Krankheit mitnehmen durftet.
    Mir wurden bisher langsame Abschiede erspart.
    Ich bin mir nicht sicher ob ich sie mit soviel Würde, Kraft und Liebe ertragen könnte wie aus Deinen Zeilen spricht.

    Ich erfahre aber im Freundeskreis gerade, dass jegliche investierte Zeit - sofern sie vom kranken Angehörigen oder Freund erwünscht ist - lange als Trost und innere Verbindung bleibt und über vieles auch hinweghilft.
    Ich wünsch Dir und Deinen Lieben ein liebevolles Jahr 2010

    liebe Grüßle

    Brigitte

weihnachtsbild

acryl auf leinwand

 

30 cm x 40 cm

 

eigentlich nur entstanden, weil mir übrig gebliebene farbreste zu schade zum wegwerfen waren.

 

 

by the way, und da hole ich jetzt mal den zaunpfahl raus zum mehr oder weniger unauffälligen winken.

die liebe gerda hat am 6.dezember geburtstag.

 

ich möchte ja nicht, dass irgendjemand nachher sagt: "mensch, hätte ich das gewusst, hätte ich dir doch gratuliert.", und sich dann grämt und vorwürfe macht, weil er es vergessen hat.

das könnte ich nicht ertragen, wenn jemand meinetwegen traurig wäre.

 

aber noch viel weniger könnte ich es ertragen, wenn ich selbst an meinem 53. geburtstag traurig wäre, weil jemand, der mir lieb und wert ist, vergessen hat mir alles glück dieser welt zu wünschen.

ich kann mich so schlecht leiden sehen.

deshalb hier meine erinnerung.

 

6. dezember

sonntag

gerda geburtstag

bitte gratulieren.

ihr dürft mich auch gerne ein bisschen beweihräuchern und lobhudeln.

an dem tag wehre ich mich mal nicht. ich setz mich still in eine ecke und lasse alle komplimente und wünsche tief in mein herz. ohne wenn und aber.

versprochen!

 

danke im voraus!

 

gerda, die sich jetzt auf die antworten freut wie eine schneekönigin.

 

 

 

 

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Gerda Häusler (Sonntag, 06 Dezember 2009 22:43)

    danke, anna-lena. dir und deinem unbekannten verfasser.
    dass du daran gedacht hast...!?!?
    oder hat dich etwa jemand dran erinnert? *lach*

    eine schöne woche, fühl dich gedrückt.
    gerda

  • #2

    syntaxia (Montag, 07 Dezember 2009 18:39)

    Liebe Gerda!

    Nimm doch meine Geburtstagsgrüße auch heute noch mit in dein neues Lebensjahr!
    War gestern nicht möglich bei mir. Aber jetzt bin ich hier und gratuliere, was das Zeug hält!
    Denn, ♫♪♫♪♫ wie schön, dass du geboren bist, ich hätte dich sonst sehr vermisst ♫♪♫♪♫....wirklich wahr!

    Alles Liebe und Gute, Gesundheit und Zufriedenheit
    wünsche ich dir aus ganzem Herzen!

    ..gratuliert Monika

  • #3

    Gerda Häusler (Montag, 07 Dezember 2009 18:50)

    ach, die monika, meine zweite treue seele.
    über deine glückwünsche freue ich mich heute noch mindestens genauso doll.
    dank dir.

    herzlich
    gerda

  • #4

    missi (brigitte) (Samstag, 02 Januar 2010 17:38)

    hihi - na das kommt dann davon, wenn man vor lauter Ergriffenheit über dich und deinen Papa nicht weiter runterscrollt...........

    Aber nun hast Du auch selber Schuld, dass ich Dir erst am 2ten Januar nachträglich gratuliere *grins
    Bin nämlich bildlich gesprochen am schönen Adventsbild hängen geblieben.
    Bitte geh Deinen Weg weiter, male und schreibe was das Zeug hält und besuch uns bald mal wieder mehr bei den Kritzlern - wobei ich da ja auch immer nie soviel Zeit hab wie ich möchte*seufz

    fühl dich gratuliert, geknuddelt, gelobhudelt - und ich stell dir von allem noch einen Sack voll hin - dann kannst Du dir immer wenn dir danach ist ein Pfund holen ;-)

    wink nochmal

    Brigitte

1. Advent

allen, die zufällig oder absichtlich hier rein schauen,

wünschen wir  -der paul und ich-

einen feierlichen oder einen ganz normalen,

einen besinnlichen oder einen sinnlichen,

einen ruhigen oder einen lauten,

einen familiären oder einen im freundeskreis verbrachten,

auf jeden fall aber einen lichtdurchfluteten und herzerwärmenden

1. advent.

 

gerda

 

 

 

 

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Kommentare: 6
  • #1

    Anna-Lena (Montag, 30 November 2009 22:35)

    Liebe Gerda,
    auch dir und deinen Lieben in groß und klein, eine schöne und besinnliche Adventszeit.
    Herzliche Grüße
    Anna-Lena

  • #2

    Gerda Häusler (Mittwoch, 02 Dezember 2009 10:07)

    dank dir, anna-lena.
    dein buch wird sicher dazu beitragen, dass mein advent schön wird. ich freu mich schon aufs lesen. kerzchen an, printen, spekulatius und kaffee auf dem tisch, füße unter die decke und dann lesen. hach.....

    alles liebe dir
    gerda

  • #3

    Anna-Lena (Samstag, 05 Dezember 2009 00:00)

    Das wäre schön, wenn du es dir beim Lesen so richtig kuschelig machst. Genieße den Advent!

    Dein neues Bild gefällt mir sehr!!

    Liebe Grüße zu dir,
    Anna-Lena

  • #4

    Gerda Häusler (Samstag, 05 Dezember 2009 18:06)

    danke, anna-lena.

    lass dich drücken

    gerda

  • #5

    Florian (Mittwoch, 09 Dezember 2009)

    Die sind ja echt süüüß! Tolles Bild, netter Blog, weiter so:)

  • #6

    Gerda Häusler (Mittwoch, 09 Dezember 2009 17:00)

    dank dir, florian.

    alles liebe dir

    gerda

melancholie

manchmal......

 

reicht eine einzige verdammte dunkle wolke, um sich darunter zu verkriechen und alles blau drumherum nicht mehr wahrzunehmen.

manchmal......

 

bin ich einfach nur traurig.

 

 

 

 

 

 

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  • #1

    Anna-Lena (Samstag, 21 November 2009 12:14)

    Wenn die Schatten dich umspannen, warte geduldig ab. Irgendwann kommt die Sonne zurück und du kannst dich wieder freuen.
    In diesem Sinne, alles Liebe,
    Anna-Lena

  • #2

    Gerda Häusler (Mittwoch, 25 November 2009 09:46)

    dank dir, anna-lena.
    dir auch alles liebe

    gerda

  • #3

    Traveller (Donnerstag, 26 November 2009 15:48)

    Manchmal - das ist das Zauberwort
    die Wolke ist nur eine Episode in einer sonst blauen Zeit

    lieben Gruß und Sonne in deinen Tag
    Uta

  • #4

    Gerda Häusler (Freitag, 27 November 2009 15:18)

    sie hat sich schon wieder verzogen, uta.
    manchmal braucht es wolken, damit wir das blau wieder zu schätzen wissen.

    schönes we

    gerda

schön war`s!

das gestrige treffen mit uta war total schön.

wir haben viel erzählt und viel gelacht.

dem internet ist es zu verdanken, dass ich schon einige mir sehr liebe menschen kennenlernen durfte.

uta hat mir einen ihrer kalender mitgebracht.

 

 

 

 

und ich muss sagen, ich bin begeistert.

wunderschöne fotos, beeindruckende texte und ein harmonisches gesamtwerk.

ich möchte ihn wärmstens empfehlen.

sicher kann man ihn über utas blog bestellen.

 

danke uta.

für den kalender und für eine schöne zeit mit dir.

 

gerda

 

 

 

 

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  • #1

    Traveller (Sonntag, 15 November 2009 16:44)

    Gerda, wie lieb das von dir ist. Dankeschön für das Lob und die Werbung. *Bussi*

    Gestern war ein wunderschöner Tag zusammen und ich denke, wir werden das wiederholen. Und zwar nicht erst in ein oder zwei Jahren.

    Ich freue mich, dass ich dich kennengelernt habe, weil du ein ganz besonderer Mensch bist, Gerda.
    Und jetzt sag bloß nichts dazu.

    Lass dich drücken, du Liebe.
    Uta

  • #2

    Gerda Häusler (Sonntag, 15 November 2009 18:41)

    darf ich wenigstens DANKE sagen?

    ich drück herzlich zurück.
    gerda

  • #3

    Traveller (Donnerstag, 26 November 2009 15:49)

    DANKE ist natürlich erlaubt ;-)

lieber besuch

da ich auf dem platten land lebe, und nichts, aber auch gar nichts mir den blick in die ferne versperrt, habe ich am montag schon gesehen, dass ich morgen lieben besuch kriege.

hm, uralter scherz, oder?

keine ahnung, warum ich meinte, ich muss den hier einbauen.

vielleicht, weil ich auf meine fahne "witzig" geschrieben habe.

tatsache ist, dass ich mich schon seit zwei wochen auf den lieben besuch freue. nicht, weil ich zwei wochen weit gucken kann, sondern weil wir uns in einem forum spontan zu einem treffen entschlossen haben.

morgen ist es soweit.

der kuchen ist gebacken, das abendbrot zum teil vorgekocht und der kühlschrank voller leckerer kleiner schweinereien.

uta   kommt. mit ihrem schatz.

uta und schatz kenne ich bereits persönlich. eventuell kommt aber auch noch eine frau, die ich bisher nur aus dem forum kenne.

ich freue mich wie eine stille wahnsinnige auf meinen besuch.

 

 

 

 

 

 

 

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  • #1

    Anna-Lena (Samstag, 14 November 2009 11:36)

    Das finde ich ja toll!
    Ich wünsche Euch eine herrliche Zeit und schöne Stunden miteinander.
    Liebe Grüße
    Anna-Lena

  • #2

    Gerda Häusler (Samstag, 14 November 2009 13:18)

    danke, anna-lena, werden wir sicher haben.

    dir auch ein schönes we.
    gerda

kreativ-award

das ist ein kreativ-award, den ich hier voller stolz präsentiere.

überreicht hat ihn mir traveller, bei der ich mich an dieser stelle noch mal herzlich bedanke.

 

aber jetzt hab ich ein problem.

es sollte eigentlich so weitergehen, dass ich diesen kreativ-award  sieben weiteren bloggern verleihe.

ich kenne aber keine blogger mehr, die ihn noch nicht haben.

*hilflos durch die gegend guck*

tut mir leid, uta.

 

 

sieben dinge über mich, die andere (vielleicht) noch nicht wissen, mag ich gerne erzählen:

 

1. ich bin schulkreide-süchtig. das ist eine sauleckere kleine schweinerei von sallos. trotz erhöhter zucker- und cholesterinwerte kann ich nicht aufhören, das zeugs in mich reinzuschaufeln. aber eingeschränkt hab ich mich ein bisschen. früher waren es 365 tüten im jahr, also täglich eine. heute versuche ich höchstens eine halbe täglich zu naschen.

 

2. mit begeisterung schaue ich im fernsehen serien wie "bauer sucht frau",  "dsds" und "das supertalent". auch wenn ich jetzt in eurer achtung sinke, ich steh dazu.

 

3. des weiteren muss ich mich dahingehend outen, dass ich rosamunde pilcher lese.

 

4. und da ich grad so schön beim blamieren bin, beim arzt oder beim frisör lese ich keine seriösen frauenzeitschriften, nein, da muss ich wissen, wen welche könige und sternchen gerade küssen.

 

5. mit zunehmendem alter entwickele ich mich immer mehr zur heulsuse. ich meine jetzt nicht die tränen aus kummer oder trauer. nein, ich heule aus rührung. ständig. wenns im fersehen schnulzig wird, wenn beim supertalent jemand besonders schön singt, wenn meine tochter mir liebesbriefe schreibt, ja, selbst wenn ich vom fenster aus beobachte, wie draußen der st.martinszug vorbei marschiert, heule ich rotz und wasser.

 

6. beim rotz-und-wasser-heulen kommt mir in den sinn, euch zu erzählen, dass ich weihnachten auch beim 36. mal sissi gucken spätestens bei "viva la mamma" tränen vergieße. und ja, wenns läuft, würde ich es auch dieses mal wieder anschauen. ein kleines bisschen schäme ich mich dafür.

 

7. in den letzten 5 jahren habe ich sage und schreibe 20 kilo zugenommen.

letzte woche noch hab ich zu meinem freund gesagt: "du hast es gut, du hast jetzt 20 kilo mehr zum liebhaben, für den gleichen einsatz deinerseits."

 

sorry, uta, dass ich nicht mehr tun konnte.

 

 

gerda

 

 

 

 

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  • #1

    Anna-Lena (Donnerstag, 05 November 2009 19:03)

    Herzlichen Glückwunsch an eine vielseitig kreative und spritzige Bloggerin, deren loses Mundwerk ich immer wieder köstlich finde (da sind wir uns sehr ähnlich *ggg*).

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

  • #2

    Gerda Häusler (Donnerstag, 05 November 2009 21:16)

    das kompliment gebe ich gerne an dich zurück, anna-lena.
    danke!
    alles liebe dir

    gerda

  • #3

    mai britt (Montag, 09 November 2009 00:53)

    Schwächen machen einen Menschen sympathisch.
    Are you fishing for compilments? Here they are:
    Deine köstlichen Einfälle lassen mich oft ausfallend lachen. Daher ist der Award, den ich hier gerade kennengelernt habe, genau der richtige für dich: für eine kreative lebenslustige Frau.
    lg mb

  • #4

    Gerda Häusler (Montag, 09 November 2009 07:13)

    montag morgen 7.00 uhr.
    so sollte eine woche anfangen.
    ich danke dir sehr, mai britt.

    alles liebe dir
    gerda

allerheiligen



liebe i.,
es braucht nicht wirklich einen besonderen tag, damit ich an dich denke.
ich tu es eh täglich.
und ich werde es vermutlich so lange tun, bis wir und wiedersehen.
wenn ich da nicht ganz fest dran glauben würde, würde ich schier verzweifeln,
so schmerzlich vermisse ich dich.

gestern hatten wir frauen-frühstück, dein platz blieb leer.
heute hat bruno geburtstag. und wieder wirst du fehlen.

du weißt, dass ich der mensch bin, der immer und an allem noch was positives entdecken kann.
aber daran, dass du diese welt so früh verlassen musstest, kann ich beim besten willen nix sinnvolles erkennen.
du fehlst ganz einfach!

aber irgendwann, irgendwann werden wir beide wieder zusammen sitzen und uns sachen erzählen, die den rest der welt nix angehen.
ich werde dich in den arm nehmen und dir sagen, dass ich dich unendlich vermisst habe.
und wir werden uns da oben von herzen gern haben.

da glaube ich dran!

du auch?

 

 

 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Traveller (Montag, 02 November 2009 20:21)

    Liebe Gerda,

    was für berührende Zeilen.

    Und weil ich deine Texte, deine Bilder, ganz einfach dein ganzes Selbst so mag, habe ich etwas für dich. Schau doch mal auf meinem Blog vorbei.

    Lieben Gruß
    Uta

  • #2

    Anna-Lena (Samstag, 07 November 2009 14:34)

    Der Tod deiner Freundin geht dir immer noch sehr nahe, verständlich. Wenn ein geliebter Mensch geht, fühlt man sich wie amputiert. Es wächst nichts nach, nur die Narben heilen - irgendwann...
    Verbundene Grüße
    Anna-Lena

  • #3

    Gerda Häusler (Montag, 09 November 2009 07:22)

    danke, ihr zwei.
    ja, es tut immer noch verdammt weh.
    es springt mich nicht mehr stündlich und bei jeder gelegenheit an, aber wenn ich alleine mit mir bin, muss ich immer noch weinen, wenn ich an sie denke.
    sie war ein außergewöhnich liebes, warmherziges und einfühlsames menschenkind.

    liebe grüße an euch und eine schöne woche
    gerda

gestern gemalt

leider wirken sie auf dem foto nicht so wie in natura.

 

maße: dreimal 60cm x 60cm

 

ich finde, sie sehen richtig edel aus. sind mir gut gelungen.

und das sage ich selten über meine abstaktereien.

 

 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    syntaxia (Samstag, 31 Oktober 2009 17:41)

    An einer großen Wand wirken sie sicher edel!
    Mir gefällt, dass trotz gerader Linien auch der Kreis in deinen Bildern vorkommt. Das ist mir ein Muss..

    ..grüßt dich Monika

    P.S.: Sind die Bilder für die Begegnungsstätte bereits gut angekommen?

  • #2

    Gerda Häusler (Sonntag, 01 November 2009 15:41)

    liebe monika,
    danke für deinen kommentar.
    ja, die bilder sind gut angekommen. passen aber auch wirlich super gut da, wo sie hängen.
    na ja, ich hatte sie ja auch extra für diese wand gemalt. ;-)

    hab einen schönen sonntag
    gerda

bilder für meinen hausflur, gestern gemalt

maße:  120cm x 40cm und  80cm x 80cm

 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Anna-Lena (Sonntag, 25 Oktober 2009 22:21)

    Die sind sehr schön geworden!Da möchte man doch glatt dein Hausflur sein.

    Liebe Grüße,
    Anna-Lena

  • #2

    Gerda Häusler (Dienstag, 27 Oktober 2009 13:51)

    ups, hier hab ich ja noch gar nicht geantwortet.
    sorry und danke, liebe anna-lena.

    alles liebe
    gerda

mein alter und mein neuer.....*lach*

nach anfänglichen startschwierigkeiten und diversen beziehungskonflikten vertragen sie sich inzwischen ganz gut miteinander.

 

 

 

 

 

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Kommentare: 5
  • #1

    syntaxia (Freitag, 16 Oktober 2009 17:12)

    Ich hoffe doch, DER "alte" hat nicht ausgedient! ;-)

    Prima, ich werde wohl auch nicht um einen Neuerwerb kommen. Meiner ist 6 Jahre..

    Hab ein schönes Wochenende Gerda!
    ..grüßt dich Monika

  • #2

    Gerda Häusler (Freitag, 16 Oktober 2009 17:24)

    nee, monika, hat er nicht. du weißt doch "alte besen kehren gut".
    und meiner kehrt besonders gut. den gib ich nicht mehr her. jedenfalls nicht freiwillig.
    der alte hat sich bewährt, der neue noch nicht.
    gestern abend wollte ich ihn schon aus dem fenster hauen, weil seine intelligenz mit meiner dummheit nicht harmonierten.

    dir auch schönes we, monika.
    gerda

  • #3

    Gerda Häusler (Freitag, 16 Oktober 2009 17:30)

    ups, bitte streicht bei harmonierten das letzte n.
    danke.

  • #4

    Anna-Lena (Samstag, 17 Oktober 2009 13:36)

    Selbst, wenn beim "Alten" schon der erste Lack ab ist, weiß man doch, was man daran hat, oder?
    Alles Liebe euch "dreien" :-).
    Liebe Grüße
    Anna-Lena

  • #5

    Gerda Häusler (Montag, 19 Oktober 2009 13:04)

    so alt ist der alte auch noch nicht, anna-lena.
    erst fünfeinhalb jahre.
    ich hab ein paar mal gewechselt. *lach*
    aber nun bin ich angekommen und gedenke ihn zu halten, bis dass der tod uns scheidet.
    (einen leichten hang zum drama kann man bei mir nicht leugnen.)

    alles liebe dir
    gerda

herbstspaziergang

mit diesen fotos verabschiede ich mich für ein paar tage.

ich werde am wochenende mit meinen mädels den rotweinwanderweg wandern.

 

ein schönes wochenende und alles liebe

 

gerda

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Kommentare: 3
  • #1

    Anna-Lena (Freitag, 09 Oktober 2009 08:11)

    Tolle Bilder und so viele Pilze!
    hab ein feucht-fröhliches Wochenende!
    Liebe Grüße
    Anna-Lena

  • #2

    syntaxia (Freitag, 09 Oktober 2009 21:03)

    Oh so tolle Pilze, ich habe bisher nur schnöde Champignons gesehen (wenn es welche waren, habe vorsichtshalber nicht probiert ;-))

    Viel Vergnügen beim Wandern!
    ..grüßt dich Monika

  • #3

    Gerda Häusler (Montag, 12 Oktober 2009 22:06)

    das wandern stand eher im hintergrund, monika.*lach*
    wir haben mehr gequasselt, federweißer getrunken und gelacht.

    ich danke euch beide für die guten wünsche.
    sie haben gewirkt, es war total schön.

    alles liebe
    gerda

schönheit im alter

.

 

...und noch ein bild (eine collage) für die neue tagespflegestätte.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    syntaxia (Dienstag, 06 Oktober 2009 21:50)

    Sind das künftige BesucherInnen des Hauses, Gerda?

    ..fragt dich Monika mit lieben Grüßen

  • #2

    Gerda Häusler (Mittwoch, 07 Oktober 2009 19:49)

    nein, monika. das sind bewohnerinnen vom haupthaus.

    alles liebe dir
    gerda

erotisches highlight, das ich bin.....*lach*

mein lieber scholli, es wird noch immer erotischer.

von den strings habe ich mich verbschiedet, als meine tochter feststellte, dass ich von hinten irgendwie scheiße aussehe.
die spitzenhöschen fristen zumindest im winter ihr trauriges dasein im kleiderschrank, weil ich immer blasenentzündungen habe und weil mein schweinebauch nicht wirklich dazu beiträgt, dass das spitzenhöschen darunter richtig in szene gesetzt wird.
nun ja, früher waren es halt dessous, heute sind es garnituren.

aber nun kommt die krönung.

von erfahrenen orthopäden verschrieben.

die fleischfarbene verheißung.

die verführung in vollendung.

ein frivoles, gestretchtes etwas.

extrem heiß wird es meinen luxusbody umschlingen.

sexy zeichnet es ein aufreizendes muster auf meinen bauch.

eingearbeitete stäbchen sorgen für eine formvollendete optik.

dezent verspielt wird es meine natürliche schönheit betonen.


meinem freund läuft der sabber aus dem mund, wenn er mich auswickelt.

 

 

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Kommentare: 6
  • #1

    syntaxia (Montag, 28 September 2009 17:47)

    Wie wahr liebe Gerda,
    formvollendet!
    Daraus muss dein Freund dich erst einmal bekommen, da wird er zum Entpackungskünstler, wirst sehen. Die Spannung steigt mit Sicherheit! ;-)

    ..grüßt dich Monika

  • #2

    Gerda Häusler (Dienstag, 29 September 2009 07:20)

    ja, und beim auspacken singen wir fröhliche karnevalslieder.
    bis ich rufe: wollemer en rauslasse??? (den schweinebauch)
    *lach*

    alles lebe dir
    gerda

  • #3

    Anna-Lena (Sonntag, 04 Oktober 2009 11:02)

    Köstlich!!!
    Meines ist grau, sei froh, dass du wenigstens ein hautfarbenähnliches Teil hast. Ich könnte noch eine Halskrause dazusteuern und ein paar Knieschoner, damit kannst du bei jeder Faschingsfete auftreten *lol*.
    Hab einen angenehmen Sonntag :-).
    Anna-Lena

  • #4

    Gerda Häusler (Montag, 05 Oktober 2009 07:37)

    wir kommen so langsam ins ersatzteil-alter.

    dir eine schöne woche, anna-lena.

    gerda

  • #5

    Anna-Lena (Montag, 05 Oktober 2009 22:28)

    Sind wir schon so weit? Rausnehmen kann ich außer meinen Kontaktlinsen noch nichts *lol*.
    Auch die eine gute Woche :-).

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

  • #6

    Gerda Häusler (Dienstag, 06 Oktober 2009 07:01)

    zitat: Rausnehmen kann ich außer meinen Kontaktlinsen noch nichts *lol*.

    ich schon.

    alles liebe
    gerda

für meinen verlorenen sohn

nein, er ist nicht ganz verloren, er ist nur ausgezogen.

aus den mütterlichen dunstkreis getreten, sozusagen.

damit er noch ab und zu an mich denkt, habe ich ihm für seine neue wohnung was gemalt.

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Kommentare: 5
  • #1

    syntaxia (Samstag, 26 September 2009 20:53)

    Also Gerda, dafür kann er dir aber mal die Füße küssen! :-)

    ..grüßt dich Monika

  • #2

    Gerda Häusler (Samstag, 26 September 2009 22:04)

    *lach*
    ich glaube, wenn er das müsste, würde er mir die bilder lieber zurückgeben.
    nicht weil er undankbar wäre, sondern weil er füße eklig findet.
    aber mir wird schon noch was einfallen, womit mein jüngelchen mir seine dankbarkeit zeigen kann.

    amüsierte und optimistische grüße
    gerda

    ps: einen schönen sonntag wünsche ich dir

  • #3

    Anna-Lena (Sonntag, 27 September 2009 19:49)

    Boah, bist du eine tolle Mutter.
    Willst du mich nicht adoptieren? Für so schöne Bilder hätte ich auch noch ein Plätzchen :-))

    Alles Liebe
    Anna-Lena

  • #4

    Gerda Häusler (Sonntag, 27 September 2009 20:41)

    schade, anna-lena, aber ich hab mit drei kindern mein muttersoll mehr als erfüllt.
    ich male allerdings auch für freundinnen.
    wäre das eine alternativeß

    dank dir, alles liebe

    gerda

  • #5

    Anna-Lena (Sonntag, 04 Oktober 2009 11:05)

    Ja, eine Alternative wär das schon.
    Ich habe meinen Göttergatten dezent daran erinnert, dass er auch malen kann und alles dazu hat. Eigentlich muss er nur anfangen.
    Vielleicht kann ich dir mal eines seiner Kunstwerke vorstelln :-)
    Liebe Grüße von mir zu dir :-)

frisch gemalt

die farbe ist noch nicht ganz trocken, da muss das bild schon ins netz.

jajaa, ich weiß, ich bin eine rampensau.

 

das bild habe ich für eine begegnungsstätte für alte menschen gemalt, die in 2 wochen erst eröffnet wird.

 

st.gereonhaus

 

oben rechts in der ecke ist das logo vom haus.

 

 

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Kommentare: 4
  • #1

    syntaxia (Donnerstag, 24 September 2009 21:02)

    Liebe Gerda,
    das ist ein sehr ansprechendes Bild. Es wird sicher gefallen!
    Ich habe dabei im Kopf: Begegnung auf verschiedenen Ebenen

    Mit dem Logo und den Menschen, die du auf verschiedene Ebenen maltest. Das ist ein schöner Wunsch für eine Begegnungsstätte! :-)

    ..grüßt dich Monika

  • #2

    Gerda Häusler (Freitag, 25 September 2009 14:22)

    danke, monika.
    an die verschiedenen ebenen hatte ich noch gar nicht gedacht.
    eigentlich müsste ich am we noch so ein bild malen. also gleiche größe, gleiche farben, gleiche art, aber dennoch anders.
    die bilder sollen in dem gleichen raum hängen.
    mal sehen, was ich mir da aus der birne drücke.
    alles liebe dir
    gerda

  • #3

    Anna-Lena (Freitag, 25 September 2009 23:19)

    Ein sehr eindrucksvolles Bild.
    Zum Malen habe ich überhaupt kein Talent. Aber ich bewundere alle, die das können und ihre Fantasie in der Art ausleben.
    Kompliment und liebe Grüße
    Anna-Lena

  • #4

    Gerda Häusler (Samstag, 26 September 2009 09:33)

    danke, anna-lena.
    ich habe auch erst vor 2 jahren angefangen zu malen und hätte vorher im leben nicht dran gedacht, dass mir das spaß machen könnte.
    hab ein schönes we
    gerda

Zu deinem Geburtstag, in stiller Trauer.

 

 

Nein, eigentlich ist meine Trauer heute so gar nicht still. Ich stehe an deinem Grab und heule Rotz und Wasser. Und es ist mir scheißegal, ob mich jemand hört oder nicht.

Es ist einfach nicht richtig, dass du so früh gehen musstest. Ganz und gar nicht richtig.

Wieviele Leute wären froh, wenn sie erlöst würden. Aber doch nicht du. Du hattest doch noch so viel vor.

 

Liebe I.,

 

morgen ist dein Geburtstag. Ich wäre gerne auf einen Kaffee vorbei gekommen.

Ich hätte dich gedrückt, wie immer. Und es hätte sich gut und richtig angefühlt.

Wir hätten wahrscheinlich über Reinhard Mey`s Sohn geredet. Wir hätten womöglich aus lauter Mitgefühl ein paar Tränen vergossen. Das konnten wir beide besonders gut. Mitleiden.

Ob es mit den Bewohnern im Altenheim war, mit unseren Kindern oder deinen Enkeln oder ob es mit irgendwelchen Promis oder Leuten von der Straße war. Vor unserem Mitleid war nichts sicher, da machten wir vor nichts und niemandem halt. Da konnten wir uns gut gegenseitig anstecken. Heute wären wir für Maximilian Mey dahin geschmolzen.

Aber irgendwann hätten wir das Thema gewechselt und wären froh gewesen, dass unsere eigenen Kinder gesund sind.

Es war absolut typisch für dich, dass du zu deinem Begräbnis keine Blumen wolltest, sondern lieber um Spenden für Obdachlose gebeten hast.

Du warst das Mitgefühl in Person.

Und oft genug habe ich selbst mich darin gesuhlt. Im Moment könnte ich es wieder mal gebrauchen……seufz.

 

Ach, I., du fehlst mir so sehr.

 

Statt mit dir Kaffee zu trinken, mit dir über Gott und die Welt zu quasseln und mich ganz nebenbei ein bisschen bemitleiden zu lassen, muss ich dir Geburtstagsblumen auf dein Grab legen.

Ich kann es manchmal immer noch nicht fassen. Seit einem halben Jahr bist du tot. Aber immer noch denke ich, wenn ich deinen Namen auf dem Grabstein lese:

Das kann nicht sein!! Das gibt es nicht!!! Nein, da liegst du nicht!!

Und ich könnte schreien vor Schmerz. Ich weiß, es bringt nichts, nichts bringt dich wieder zurück.

Ich könnte schreien vor Wut, dass ausgerechnet du so früh gehen musstest. Ein Mensch, der in seiner fast selbstlosen Fürsorge und Hilfsbereitschaft seinesgleichen sucht. Nicht nur deine Lieben und ich vermissen dich, ich bin mir sicher, dass die Welt einen ganz besonderen Menschen verloren hat. Es gibt nicht viele wie dich.

Ja, ich weiß, das willst du nicht hören, du warst nicht nur groß im Mitfühlen und Sorgen, sondern auch im Bescheidensein.

Jetzt kannst du dich nicht mehr wehren. Leider. Und ich kann in aller Deutlichkeit sagen:

 

DU WARST EIN GANZ BESONDERER MENSCH.

 

Die Momente, wo ich schreien könnte, sind noch relativ erträglich. Viel schlimmer sind die Momente, wo ich alleine mit dir bin, wo keiner da ist, mit dem ich über dich reden kann.

 

Es sind die stillen Tränen, die Spuren brennen.

Vielleicht sind es auch die stillen Menschen, die die tiefsten Spuren hinterlassen.

Menschen wie du eben.

 

Statt morgen Herzlichen Glückwunsch, sag ich heute Danke.

Danke, dass es dich gab in meinem Leben.

 

DANKE!

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Kommentare: 3
  • #1

    Anna-Lena (Dienstag, 08 September 2009 22:51)

    Liebe Gerda, was für bewegende Worte an jemanden, der dir sehr nahe gestanden hat.
    Ich wünsche dir, dass der Schmerz für dich erträglich wird. Die Lücke, die ein geliebter Mensch hinterlässt, wird nie gefüllt werden. Und die Frage nach de WARUM kann uns niemand beantworten. Leider müssen wir lernen, zu akzeptieren, dass alles endlich ist, auch wir.

    Ich wünsche dir Kraft und Mut, mit dem Verlust leben zu lernen.
    Mitfühlende Grüße
    Anna-Lena

  • #2

    Gerda Häusler (Mittwoch, 09 September 2009 07:28)

    danke, anna-lena.

    es hat mich wirklich total hart getroffen, dass meine freundin gestorben ist.
    eigentlich hatte ich gedacht, es wird leichter, je mehr zeit vergeht.
    aber ich habe das gefühl, es wird noch immer schlimmer.

    alles liebe dir

    gerda

  • #3

    Anna-Lena (Mittwoch, 09 September 2009 08:49)

    Trauer braucht ihre Zeit.
    Vielleicht begreifst du jetzt erst richtig, was wirklich geschehen ist. Und das muss verarbeitet werden.
    Hab Geduld mit dir selbst.
    Kopf hoch!
    Lieben Gruß in den Tag.

Bild und Text

Das Bild ist fertig, die Farbe trocken.

Ob ich mir beim malen was gedacht habe?

Ich glaube es nicht.

 

Wer Lust hat, kann gerne was rein interpretieren.

Oder ein passendes Gedicht dazu schreiben.

 

Ich würde mich freuen.

 

Gerda

 

 

 

 

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Kommentare: 4
  • #1

    bruni kantz (Mittwoch, 02 September 2009)

    Du hast Dir nichts dabei gedacht? Du hast nicht über die Farbe nachgedacht, die Du verwenden wolltest, über die Schattierungen, über das Mischen? Graublau sieht es aus. Du hast über Form und Farbe nachgedacht. Du hast etwas geschaffen, in das man nichts hineininterpretieren muß. Es ist etwas da und der Betrachter sollte akzeptieren, was er sieht.
    Es gefällt mir.

  • #2

    Gerda Häusler (Donnerstag, 03 September 2009 07:20)

    liebe bruni,
    du hast recht, ein bisschen hab ich mir schon gedacht. das bild sollte blau/grau werden und relativ ruhig. (weil es im schlafzimmer hängt)
    aber das wars auch schon. der rest kommt dann einfach beim malen von alleine.
    danke für dein gefallen und danke für den besuch.
    lieben gruß

    gerda

  • #3

    Anna-Lena (Sonntag, 06 September 2009 10:20)

    Mein erster Gedanke war:
    Der Blick aus dem Flugzeug auf ein großes Gelände mit Feldern, von Wolken verhüllt.
    Ein gelungenes Werk, liebe Gerda :-).
    Liebe Grüße in den Sonntag
    von Anna-Lena

  • #4

    Gerda Häusler (Sonntag, 06 September 2009 12:00)

    dank dir, anna-lena.
    ist immer total interessant für mich, zu erfahren, was andere leute in meinen bildern sehen.
    dir auch einen wunderschönen sonntag

    gerda

älter werden - anthologie

Voller Stolz präsentiere ich die nächste Anthologie, in der zwei Texte von mir stehen.

 

 

 

 

 

Neuerscheinung im August 2009:

B-Project Behr und mehr:
Älter werden. Beißen kann ich noch

Zahnersatz, Sehhilfe, Stützstrümpfe, Anti-Falten-Creme.
Das alles sind Begriffe, die beim Thema “Älter werden“ gerne mal verwendet werden. Jedoch nicht in diesem Buch, denn es gibt schließlich noch so viel interessantere Aspekte des Alterungsprozesses.

Älter werden und wie man damit umgeht, ist eine Sache der Perspektive.
Unsere acht Autoren haben sich in dieser Anthologie ihre ganz eigenen Gedanken zu dem Thema gemacht.
Humorvoll, selbstkritisch, ironisch, nachdenklich und ein wenig frivol — so sind die Geschichten in diesem Buch.

Vielleicht finden Sie sich in der einen oder anderen Situation wieder, vielleicht zaubert dieses Buch Ihnen ja auch ein kleines Lächeln auf das Gesicht, und vielleicht gelingt es den Autoren sogar, dem “Älter werden“ ein wenig von seinem Schrecken zu nehmen.

Mit Geschichten von Helga Siebecke, Andreas Gensheimer, Ellen Schmölzl, Renate Behr, Kirsten Ließmann, Gerda Häusler, Michael Jordan und Simone Edelberg.

ISBN 978-3-940853-04-2
Paperback, 112 Seiten

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durch mein foto inspiriert....

....gefühlt hat sich meine freundin uta traveller und hat es nachgemalt.

 

 

ich finde es total schön.

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mit einem blumenstrauß

mit einem auf einer saftigen almwiese selbstgepflückten blumenstrauß melde ich mich aus dem urlaub zurück.

 

mehr kreativität ist im moment nicht drin.

 

alles liebe

 

gerda

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Kommentare: 5
  • #1

    Anna-Lena (Samstag, 01 August 2009 09:12)

    Schön, dass Du wieder da bist. Genieße Dein Urlaubsfeeling noch recht lange.
    Liebe Grüße
    Anna-Lena

  • #2

    Gerda Häusler (Samstag, 01 August 2009 18:31)

    die erinnerungen währen immer am längsten, ja.
    ab montag muss ich wegen meines kaputten flügelchens für drei wochen eine ambulante reha-maßnahme machen. ob das stress oder erholung wird, stellt sich noch raus.

    alles liebe dir
    gerda

  • #3

    syntaxia (Samstag, 01 August 2009 22:39)

    Schön, du bist zurück, liebe Gerda!

    Das ist ein Strauß ganz nach meinem Geschmack!!
    Dann wünsche ich dir für deine Rehazeit, dass es nicht so stressig wird!

    ..grüßt dich Monika

  • #4

    Anna-Lena (Sonntag, 02 August 2009 09:14)

    Think positive, das wird schon!!

    Gute Erholung und viel Erfolg!
    Anna-Lena :-)

  • #5

    Gerda Häusler (Sonntag, 02 August 2009 18:59)

    danke, ihr zwei.
    auch für eure treue, bei mir vorbeizuschauen.

    herzlich
    gerda

urlaub

irgendjemand muss rechtzeitig zu meinem urlaubsbeginn mit einem besen die regenwolken vom himmel gewischt haben.

wer immer das war: DANKE!!!

 

morgen abend fahren wir für 2 wochen nach österreich.

am 30. juli sind wir wieder da.

 

habt eine schöne zeit, alles liebe

 

gerda

 

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Kommentare: 6
  • #1

    syntaxia (Dienstag, 14 Juli 2009 10:08)

    Habt eine ganz feine Zeit und tolles Wetter!!

    ..winkt Monika

  • #2

    Gerda Häusler (Dienstag, 14 Juli 2009 19:59)

    dank dir, liebe monika.
    bis bald.

    gerda

  • #3

    Anna-Lena (Donnerstag, 16 Juli 2009 22:43)

    Oh, nun seid Ihr sicher schon weg. Trotzdem wünsche ich Euch viele bunte Tage und glückliche Stunden miteinander.
    Alles Liebe,
    Anna-Lena

  • #4

    Gerda Häusler (Freitag, 31 Juli 2009 18:26)

    danke anna-lena.
    ich freue mich über deine wünsche auch nachträglich noch.

    lieben gruß

    gerda

  • #5

    peter (Donnerstag, 17 September 2009 13:07)

    wo warst du in Urlaub,wo so schöne Blumen sind!

  • #6

    Gerda Häusler (Freitag, 18 September 2009 14:52)

    in kärnten. ich liiiieebe die berge.

liebeserklärung

 

samstag morgen.
ich wollte meinen freund, der schon seit fast drei wochen in kur ist, besuchen. sämtliche vorbereitungen sind getroffen. meine tochter ist bei freunden untergebracht, meine tasche war gepackt und das navi meines sohnes klebte an der scheibe meines autos.
wer mich näher kennt, weiß, dass ich mich kaum jemals weiter als zehn kilometer mit dem auto aus brachelen rausgetraut habe. klar, die kurven hier in der dörflichen umgebung nimm ich mit souveränem schwung und oft genug mit zwanzig selbstbewussten stundenkilometern zu schnell. aber irgendwohin zu fahren, wo ich mich nicht auskenne, bereitet mir bauchschmerzen. ich habe gedacht, mein freund würde den schiss in meiner hose bis in st. wendel riechen.
nun gut, die 280 kilometer bis kurz vor dem ziel hab ich zwar so angespannt wie eine katze vor dem sprung hinter dem lenkrad gesessen, aber dennoch dank der navigation aus dem all gut gemeistert. ich fing schon an, die ersten anzeichen von größenwahn in mir zu entdecken, da passierte es.
ein durchfahrt-gesperrt-schild.
drei kilometer luftlinie von der klinik entfernt.
ganz gelassen hab ich mein wägelchen gewendet. das letzte stück schaff ich doch mit links. dachte ich.
die rechnung hatte ich aber ohne mein navigationsgerät gemacht. das wollte nämlich partout, dass ich durch die bauustelle brettere. mindestens dreimal habe ich versucht die stelle weiträumig zu umfahren. und da ich keinen orientierungssinn habe, konnte mir auch niemand sagen: "Hallo. hier warst du doch schon mal!!!"
so landete ich also mindestens dreimal an ein und derselben baustelle. ich bin wege gefahren, die sind noch auf keinen wanderwegskarten eingetragen. einmal hat mich die freundliche stimme aus dem navi auf einen hinterhof geführt, wo ich fast mit meiner stoßstange einer kuh das euter getätschelt hätte.
langsam spürte ich panik in mein zurechtgeschminktes köpfchen steigen.
navi aus. nächster versuch.
meine kaputte schulter war total verkrampft, weil ich mich immer verbissener ins lenkrad gekrallt habe.
mein rechter fuß schmerzte, weil ich ihn wegen der stellung des sitzes unnatürlich angewinkelt gehalten habe. mein typisches frauenhirn gaukelt mir nämlich immer vor, wenn ich nur nah genug mit der nase an der scheibe klebe, verliere ich nicht so schnell die kontrolle über mein auto.
erschwerend hinzu kam, immer wenn ich hektisch werde, spielt mein klimakterischer hormonhaushalt noch verrückter als sonst und eine hitzewallung jagte die nächste.
ich hatte kein haar mehr trocken auf dem kopf.
zwei passanten hatten mich bereits in unterschiedliche richtungen geschickt.
mein gebiss steckte im lenkrad fest. mit irrem blick und zahlreichen flüchen aus dem zahnlosen mund rief ich meinen freund an.
"wo bist du denn jetzt?"
"keine ahnung! ich bin so oft im kreis gefahren, dass ich gar nichts mehr weiß. haben wir noch samstag oder schon sonntag? schau mal aufs display, wer dich grad anruft, ich weiß noch nicht mal mehr meinen namen."
bei diesen präzisen auskünften konnte er mir natürlich auch nicht wirklich helfen.
aber ich hatte seine stimme gehört, ich wusste wieder wofür ich das alles mache.
irgendwie bin ich irgendwann dann doch angekommen.
schweißgebadet und mit blank liegenden nerven.

da stand er vor dem parkplatz und wartete auf mich.

ich kuschelte mich in seine arme und meine kleine welt war mit einem schlag in ordnung.

er hob nicht nur meinen krempel aus dem auto, sondern auch die last der welt von meinen schultern.

er nahm meine hand und ich wäre vertauensvoll mit ihm bis ans ende der welt gegangen.

später ließ die leidenschaft die hitzewallungen und die welt um uns rum vergessen.


und einmal mehr wusste ich, dieser mann ist der punkt, um den meine welt sich dreht.

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Kommentare: 2
  • #1

    Anna-Lena (Mittwoch, 24 Juni 2009 23:08)

    Das kommt mir so bekannt vor *ggg* Wieviele Kirchen so ein Dorf manchmal hat, wenn man aus Gewohnheit lieber bekannte Strecken fährt, als sich auf neue Wege einzulassen?

    Deine Bedenken wegen eines Kurschattens sind ganz umsonst, glaub mir.

    Klimakterische Grüße
    Anna-Lena :-)

  • #2

    Gerda Häusler (Donnerstag, 25 Juni 2009 12:29)

    gut! ich glaub dir.

    blauäugigen gruß
    gerda

Bild und Wort ( text von otto lenk, bilder von mir)

Triptychos

Dein Bild
hat das gewisse
Ungewisse
in dessen Rahmen
es fließt
und steht
und geht
und bleibt
Ein heller Weg
über den ungewissen
Fluss der Zeit

by: Otto Lenk

eine ausschnittvergrößerung meiner bilder, um die struktur besser erkennen zu lassen.

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Kommentare: 3
  • #1

    Traveller (Mittwoch, 10 Juni 2009 14:06)

    eine wundervolle Kombination von Bild und Wort

    und die Bilder: ganz klar Gerda-Stil!

    ich bin begeistert

    lieben Gruß
    Uta

  • #2

    kathrin (Mittwoch, 10 Juni 2009 14:27)

    ja, du hast ganz klar deinen stil gefunden, gerda!
    sehr, sehr gut sieht das aus.
    und der text von otto paßt wunderbar dazu.

    lg,
    kathrin

  • #3

    Gerda Häusler (Mittwoch, 10 Juni 2009 15:10)

    dank euch, ihr lieben.

    und dank dir, otto.
    es fasziniert mich immer wieder, wie jemand (in dem fall du) ein bild sieht und sich ganz spontan dazu so treffende worte ausdenken kann.
    mein kompliment.

    alles liebe euch
    gerda

mein glamour-girl

gestern habe ich mit meiner tochter (9) im vorgarten gearbeitet.

natürlich hatte sie nicht wirklich lust dazu. taugt alles nix, wo mütter zu sagen haben und die kinder nicht in ruhe spielen lassen können.

nach einer weile mehr oder weniger mürrigen unkrautzupfens sagte sie:

"mama, ich bin eigentlich kein gartenmädchen. ich bin eher ein glamour-girl."

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  • #1

    testsiegerin (Samstag, 18 April 2009 11:10)

    Ich bin mal Glamourgirl, mal Gartenmädchen. Alles zu seiner Zeit.

    Die Tochter ist einfach noch zu jung für Sex ;-)

  • #2

    gestammelte-werke (Sonntag, 19 April 2009 11:42)

    die tochter zu jung, die mutter zu alt. (fast ;-))

    just for info für meine leser.
    hier die überleitung zum thema sex:
    http://barbaralehner.twoday.net/stories/5642286/

wünsche ich euch

von ganzem Herzen

 

Gerda

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flügellahm

mit meinem halbkaputten flügelchen winke ich mal freundlich in die runde.

aua, nee, doch nicht. ich nimm lieber den anderen arm.

es tut im moment nämlich noch schweine-weh.

da hab ich mir eine beschissene krankheit ausgesucht, kann ich euch sagen.

zur erklärung: ich hatte, nach einer arthroskopischen kalkentfernung und schulterdacherweiterung, eine sogenannte "frozen-shoulder".

und das ausgerechnet mir! dabei habe ich die kalte schulter gar nicht in meinem persönlichen programm.

jedenfalls hat man mir letzte woche rund ums schultergelenk richtig dicke verwachsungen weggeschnibbelt und die schulter unter vollnarkose durchmobilisiert.

gut, ich hab ja nix davon mitgekriegt, aber wirklich vorstellen möchte ich mir dieses op-szenario nicht. wenn ich mir die blauen, grünen und gelben flecken auf meiner schulter ansehe, sind sie sicher nicht zärtlich und einfühlsam, geschweige denn liebevoll mit mir umgegangen.

vermutlich haben sie mich an der rechten hand aus dem op-stuhl gerissen und meinen stromlinienförmigen schweinebauchkörper wie ein lasso über ihren köpfen kreisen lassen. Yippiiiieeee!!!! die zähne konnten mir bei dieser aktion nicht rausfallen, die hatte ich eh schon in der nachttischschublade liegen.die mussten sich alleine durchbeißen.

ich meine, ich hätte gehört, wie der chirurg sagte: "so, die alte schrappnell machen wir jetzt mal richtig fit. lassen wir sie  fliegen. ist eh das letzte mal in ihrem leben."

(an dieser stelle möchte ich mich herzlich bei den ärzten, anaesthesisten, physiotherapeuten und schwestern im linnicher krankenhaus bedanken. ich war trotz meiner nicht ganz ernst zu nehmenden berichterstattung hoch zufrieden. DANKE!!!)

die operation, die mobilisation und das setzen des interscalenusblocks (wo ich totale angst vor hatte) waren ein klacks.

was mir sorgen macht, ist das, was jetzt kommt.

der körper will die schulter heilen. möglichst schnell. darf er aber nicht, weil sich dann wieder verwachsungen bilden könnten.

am tag nach der op hat der physiotherapeut schon damit angefangen die schulter durchzubewegen. es war nicht die wahre freude.wirklich nicht. ich hatte manches mal tränen in den augen und pipi in der hose vor schmerzen.

so weit so gut, nun bin ich zu hause und muss neben der veordneten krankengymnastik selbst aktiv werden.

täglich. besser mehrmals täglich. und das über die schmerzgrenze hinaus.

wer mich näher kennt, weiß was das für mich bedeutet.

ich neige nicht dazu, mich selbst zu quälen.

außerdem bin ich undiszipliniert und inkonsequent. alles eigenschaften, die einer erfolgreichen therapie nicht unbedingt förderlich sind.

und die geduldigste unter gottes sonne bin ich auch nicht.

das wird was werden!!!!!!!!

 

eins weiß ich jedenfalls. sollte die schulter noch mal einsteifen, dann bleibt sie so.

basta.

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Kommentare: 2
  • #1

    syntaxia (Dienstag, 31 März 2009 19:09)

    Hallo Gerda;

    oh menno, lass dich ma vorsichtig drücken!!
    Das hört sich echt hart an. Kann ich dir nur alles Liebe wünschen!
    Selbstquälerei mag ich auf die direkte Tour auch nicht.. ;-)

    Nun drücke ich dir fest die Daumen, dass es für dich gut wird!

    ..grüßt dich Monika

  • #2

    gestammelte-werke (Dienstag, 31 März 2009 22:16)

    liebe monika,
    hab dank fürs daumen drücken und antworten.
    es ist wirklich sehr schmerzhaft.
    und ich bin nicht besonders pingelig.

    dummerweise ist es die rechte schulter. und ich bin rechtshänder. wäre es links, ich glaube, ich würde sie lieber einsteifen lassen, als mir diese tortur anzutun.

    vor der op war es schwierig mir die achselhaare unter dem rechten arm zu rasieren. so wenig hoch konnte ich ihn heben. haare föhnen oder schminken war mit rechts gar nicht möglich.

    jetzt kann ich den arm sehr viel höher heben, aber es schmerzt halt sehr.

    na ja, hoffentlich friert das schultergelenk nicht wieder ein. und hoffentlich nicht auch noch das linke.

    alles liebe dir
    gerda

just for info....

am montag werde ich an meiner "frozen shoulder" operiert.

gleichzeitig wird die schulter, noch unter vollnarkose, mobilisiert.

wenn ich sage, ich hab ein bisschen schiss, ist das die untertreibung des jahrhunderts.

 

aber was nutzt es?

augen zu und durch!!!!

vermutlich bleibe ich 5 tage im krankenhaus.

 

habt eine schöne zeit und denkt mal an mich.

bis denne....

 

gerda

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Kommentare: 3
  • #1

    lylo (Sonntag, 22 März 2009 00:43)

    nun, da wünsche ich dir doch alles gute!
    auf jeden fall diesmal einen grandiosen heilerfolg.
    ich denk an dich ...

    ganz viel liebes
    von der lylo

  • #2

    syntaxia (Sonntag, 22 März 2009 10:59)

    Liebe Gerda,

    ich kann deine Angst gut nachvollziehen. Aber was dir bleibt ist, dich den Ärzten anzuvertrauen. Ich hoffe du hast dir gute gesucht. Gib es ab in ihre Hände mit dem Gefühl: Sie werden es gut machen!
    Ich denke mehr kannst du nicht tun, oder?!

    Meine Daumen sind gedrückt und ich werde an dich denken! @-->-- Toi, toi, toi

    ..grüßt dich Monika herzlich

  • #3

    gestammelte-werke (Sonntag, 22 März 2009 11:58)

    habt dank, ihr zwei.
    es ist schön zu wissen, dass ihr an mich denkt.

    herzlich
    gerda

Ich kann doch nicht so einfach gehen...

 

 

 

Nach mir die Sintflut!

Diesen Satz bete ich mir in schöner Regelmäßigkeit und voller Inbrunst mehrmals täglich vor. Es hilft alles nichts!

Was mich nervös macht und mir den Schlaf raubt, ist die Vorstellung, dass ich eines nahen oder fernen Tages diese schöne Welt verlassen muss, ohne dass eines meiner Kinder in der Lage ist, eine Toilettenrolle zu wechseln oder die Klobürste zu benutzen.

Manchmal sehe ich im Traum vier mehr oder weniger erwachsene Menschen nach meinem Ableben wild durcheinander wuseln und aufgeregt flüstern: " Ich dachte, das hätte sie dir erklärt."

Nun ist die Klorolle ja leider nicht das einzige mechanische Problem in meinem Haushalt, dass offensichtlich nur ich beherrsche.

Neulich habe ich meine erwachsenen Söhne um mich versammelt, um ihnen zu erklären, was es mit Lichtschaltern auf sich hat:

"Nun passt mal gut auf, was Mami euch erklärt. Die Lichtschalter in jedem Zimmer sind nicht zur Verschönerung der Wand gedacht, sie haben eine ganz besondere Bewandtnis.

Wenn man drauf drückt, geht die Lampe entweder an oder aus. Alle Lichtschalter funktionieren nach dem gleichen Prinzip.

Hat man sie irgendwann betätigt, um die Lampe anzuknipsen, muss man sie auch irgendwann einmal wieder betätigen, um sie auszuknipsen. Am besten noch am gleichen Tag."

Mein Ältester (süße 28) schaute mich so irritiert an, dass mir im gleichen Moment klar war, er hat es nicht begriffen.

Es macht mir das allergrößte Kopfzerbrechen, dass ich irgendwann abdanke, ohne dass der Rest der Familie weiß, was ein Wäschekorb ist, geschweige denn, wozu er gut sein könnte.

Ich mache mir ernsthafte Vorhaltungen darüber, dass ich es nicht geschafft habe, meinen Kindern rechtzeitig und eindringlich zu erklären, dass es nicht die Heinzelmännchen sind, die die verschimmelten Socken unter ihren Betten wieder zu Paaren treiben und in die Waschmaschine werfen.

Manchmal schrecke ich nachts schweißgebadet hoch, weil ich mir vorgestellt habe, wie mein Zweitgeborener mit seinem zarten Popöchen an der Toilettenbrille festgewachsen ist, weil er seit sechseinhalb Monaten darauf wartet, dass ihm jemand Klopapier vorbei bringt.

 

 

Letzte Woche habe ich in einer schlaflosen Nacht einen Leitfaden für den Notfall entworfen, der die einfachsten Handgriffe in diesem Haushalt anschaulich erklärt.

Eigentlich müsste ich nun beruhigt meinem Ende entgegensehen können.

Doch weit gefehlt.

Seitdem bete ich jeden Abend:

"Lieber Gott, lass sie bitte unmittelbar nach meinem Tode dieses Schriftstück finden!!! Sollte es aber aus Versehen mit mir ins Grab sinken, dann möchte ich lieber hier oben bleiben und mit 135 Jahren noch Klorollen wechseln.

 

 

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  • #1

    syntaxia (Freitag, 20 März 2009 20:31)

    Liebe Gerda,

    ich weiß gar nicht, um wen man sich nun mehr sorgen sollte.
    Um die Kids oder die Mutter? ;-)
    Irgendwie bin ich doch froh, dass meine Tochter so schlappe 450km entfernt wohnt.
    Ein schönes Wochenende wünscht dir Monika

  • #2

    gestammelte-werke (Freitag, 20 März 2009 23:13)

    wünsche ich dir auch, liebe monika.
    und danke fürs lesen.

    übrigens, an meinen texten ist zwar meistens ein körnchen wahrheit, aber mehr auch nicht.
    kein grund zur sorge also. ;-)

  • #3

    syntaxia (Samstag, 21 März 2009 17:13)

    Liebe Gerda,

    da ich nicht davon ausging, dass dein Text voll autobiografisch ist, habe ich bewusst geschrieben: um die Kids oder "die" Mutter. :-)
    Ich halte es bei mir ebenso, Gerda. Nicht alles ist 1:1 übertragbar. Wir wollen doch unsere Fantasie auch noch auf dem virtuellen Papier ausleben, nicht wahr?!

    Sonnige Grüße schickt dir Monika

und noch eins......

acryl auf leinwand

1,20 m x 1,00 m

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ohne titel

eigentlich wollte ich die bilder nebeneinander zeigen (so wie sie auch zu hängen kommen), aber ich bin mal wieder zu dämlich dazu. *schäm*

 

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frühlingsgefühle

acryl

auf leinwand

1m x 1m

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ein hauch von frühling

acryl auf

leinwand

30 cm x

40 cm

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meine freundin

sie ist gegangen.

genauso still und leise, genauso unauffällig wie sie in ihrem ganzen leben war, ist sie auch ihren letzten weg gegangen.

...........

seit 2 tagen, seit sie gestorben ist, sitze ich vor dem pc und bringe nicht mehr zustande als diesen einen beschissenen satz. meine tränen tropfen auf die tastatur. ich will ihr so viel sagen, aber es kommt nichts.

vielleicht weil ich mir denke, dass kein wort wunderbar genug sein kann, um dieser wunderbaren frau meine liebe und wertschätzung zu zeigen.

vielleicht auch, weil ich weiß, sie wäre zu bescheiden gewesen, irgendeine art von kompliment oder lob anzunehmen. und das über ihren tod hinaus.

 

tja, irmgard, tut mir leid, da musst du jetzt durch.

ich muss auch damit fertig werden, dich für den rest meines lebens zu vermissen.

nie mehr lächelnd zuzuschauen, wie du deinen mitgebrachten teebeutel aus der tasche ziehst, wenn du mich besuchst, weil du annehmen musst, dass ich in meinem verschusselten haushalt so lange nach einem teebeutel suchen würde, bis der abend vorbei ist.

du warst von meinen ganzen freundinnen immer diejenige, die ich angerufen habe, wenn meine seele gestreichelt und mein hintern gepudert werden musste. okay, manchmal hast du mir auch den marsch geblasen, aber immer in deiner lieben und verständnisvollen weise.

 

ach, irmgard, weißt du noch, als wir beide in diesem nobelrestaurant saßen? du hast dir ganz unspektakulär geschnetzeltes bestellt. aber ich als vermeintliche frau von welt meinte, ich müsste eine maischolle essen. du hast schallend gelacht, als ich sagte, dieses komische zusammengerollte schwarze teil da auf meinem teller sieht aus wie ein pferdepimmel, das esse ich nicht. (in wirklichkeit hab ich gesagt "peaddspimmel")

wir haben so gekichert und gegackert, dass wir angst hatten, wir werden aus diesem 5-sterneschuppen rausgeworfen. stückchenweise habe ich dir die maischolle auf den teller geworfen und du hast, um mir die peinlichkeit zu ersparen, geschnetzeltes mit pferdepimmel runtergewürgt.

hab ich mich da eigentlich für bedankt? ich glaube nicht. und jetzt ist es zu spät.

 

und weißt du noch, wie wir beide nach einer halben flasche napoleon uns die geschichte einer gemeinsamen schleuderfahrt auf der seebiebenundfuffzig (B 57) und der siebenbeundfünfzig zurechtgelallt haben?

 

ich erinnere mich auch noch gut daran, wie du mit ca 40 jahren neben mir auf dem beifahrersitz saßest und uns deine damals frisch kennengelernte große liebe entgegenkam. wir hielten an und er wollte dich 5 minuten später in brachelen treffen. erinnerst du dich, wie du sagtest: oh scheiße, ich hab einen ganz ollen vergammelten bh an.

den hast du dir dann mit vielen verrenkungen, schweiß und gelächter während der autofahrt unter deiner bluse, deinem pullover hervorgekramt und mir auf den rücksitz geschleudert. aufgeregt wie eine siebzehnjährige. 

wie oft haben wir beide über diese und andere geschichten aus unserem leben gelacht und uns darauf gefreut, dass wir im alter zusammensitzen und uns über gemeinsam erlebtes amüsieren können.

das wird jetzt wohl nix.

ich muss alleine in erinnerungen schwelgen und das lachen ist mir, ehrlich gesagt, im moment total vergangen.

 

ach, irmgard, du bist zu früh gegangen, viel zu früh.

wir wollten doch zusammen im altenheim (wo wir zeitweise beide gearbeitet haben. du in der pflege, ich im service) sitzen und uns zurückerinnern.

 

du warst die geborene altenpflegerin. mit wieviel liebe in der stimme hast du von den bewohnern gesprochen. mit wieviel humor und verständnis hast du ihre macken und eigenarten hingenommen. zugegeben, manchmal haben wir auch über den einen oder anderen geschimpft. aber der groll war schon verflogen, bevor er ausgesprochen war. jetzt wo ich an dich denke, fallen mir bewohner wieder ein, die lange vor dir gegangen sind. grüß helmut (immer der brimmen, immer der brimmen) von mir, wenn du ihn siehst. und die kleine frau jansen mit den dünnen beinen und den großen schluppen, drück sie mal fest. so wie ich dich kenne, wirst du dir karls geschichten geduldig weiter anhören und dich rührend um annerose kümmern, wenn sie wieder sagt: irmgard, ich hab angst. und sei drauf gefasst, dass herr jansen einen mundkrampf kriegt. hoffentlich hast du dann ein "schnäpschen" für ihn.

da fällt mir ein, haben wir beide nicht mal aus eigener tasche ein grab bepflanzt? das von karl mit dem rauschebart? es war niemand da, der sich sonst drum gekümmert hätte und wir beide haben ihn sehr gemocht.

die primelchen sind lange verblüht, aber die erinnerung bleibt.

 

demnächst stehe ich an deinem grab.

ein paar primelchen werden nicht reichen, um meinen schmerz erträglicher zu machen.

ich vermisse dich jetzt schon. und du bist gerade mal 2 tage weg.

 

liebe irmgard, wo immer du jetzt bist, ich wünsche dir von herzen den frieden, um den du dich hier unten immer so bemüht hast.

und wenn du da oben für deine liebevollen verdienste auf erden, zum beispiel die fürsorge für deine kinder und enkelkinder, ausgezeichet wirst, oder für dein geduldiges zuhören irgendwelcher krankengeschichten von irgendwelchen leuten, dann sei bitte nicht so bescheiden.

wenn jemand den goldenen briefkasten für die beste briefkastentante der welt verdient hat, dann du.

ich weiß, du hasst es geradezu dich in szene zu setzen. es war dir immer eher unangenehm, wenn jemand deine gemalten bilder gelobt hat.

aber jetzt, spätestens jetzt, ist es an der zeit, dass du einsehen darfst:

 

du warst eine tolle frau.

eine liebenswerte lebensgefährtin.

eine wundervolle mutter.

eine herzliche und geduldige oma.

eine begnadete altenpflegerin.

eine kreative malerin.

 

und die beste freundin, die ich mir wünschen konnte.

hab dank für alles!

ich hab dich lieb.

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Monika Neidhard (Donnerstag, 19 Februar 2009 15:25)

    Liebe Gerda,
    du hast hier eine Frau beschrieben die ich auch kannte, sicher nicht so gut wie du
    aber lieb hab ich sie auch, und eine treffendere Beschreibung für Irmgard als die die da geschrieben hast gibt es wohl nicht.
    Dir Dank Irmgard das ich dich kennen lernen durfte.
    Dir Dank Gerda für das Geschriebene
    Moniks

  • #2

    Bea (Donnerstag, 19 Februar 2009 17:15)

    Liebe Gerda,

    ich habe deine Freundin nicht gekannt, aber das Denkmal, das du ihr setzt ist einmalig. Wenn ich mal gehen muss, dann könnte ich mir nur wünschen, genau so erinnert zu werden! Besser geh es nimmer!

    Ich herz dich

    Bea

  • #3

    Sabine (Freitag, 27 Februar 2009 11:29)

    Auch ich habe Sie gekannt und kenne die ganze Familie sehr gut, ich finde auch den Brief sehr schön geschrieben, aber ich glaube nicht das Imgard, hauptsächlich die Dinge im Mittelteil, hier veröffentlicht haben wollte. So war Sie nicht. Ich hätte es schöner gefunden diesen Brief z.B. an die Tochter zu schreiben um mit Ihr erlebtes zu teilen. Denn teilen und mitfühlen stand auch bei Irmgard Sieberichs an erster Stelle. Ich finde Worte des Lobes kann man nicht genug finden für dies Frau aber manch ganz Private Einblicke gehören nicht auf eine Homepage.

  • #4

    gestammelte-werke (Freitag, 27 Februar 2009 13:47)

    liebe mir unbekannte sabine,
    mit ihrem kommentar haben sie mich leicht verunsichert. nichts liegt mir ferner als meine freundin im nachhinein in verlegenheit zu bringen.
    wirklich wichtige oder wertvolle private dinge hätte ich sicher nicht preisgegeben.
    aber ich glaube, irmgard hätte die kleinen eher witzigen details, die ich geschrieben habe, lustig gefunden.

    und seien wir doch mal ehrlich, wer liest schon meine popelige homepage?
    den nachnamen meiner freundin haben sie allerdings genannt, den hatte ich mir absichtlich verkniffen.

    nun denn, ich denke, wir haben irmgard beide sehr gemocht. denn man musste sie einfach mögen in ihrer bescheidenen menschlichkeit.

    lieben gruß
    gerda

Blind Date

Endlich ist es soweit!

Ich werde ihn zum ersten Mal sehen. Diesen Traummann, den ich bisher nur übers Internet kenne. Aufgedonnert und aufgeplustert wie ein Pfau beim Balzen steige ich in den Zug. Gar nicht so einfach mit Schuhen an den Füßen, in denen der letzte verzweifelte Versuch vermutlich daran scheitert, dass ich mir vorher das Genick breche.

Hoffentlich stolpere ich gleich nicht wie ein unbeholfener Dorftrampel auf den Traum meiner schlaflosen Nächte zu.

Als ich mich auf die Bank des Abteils fallen lasse, klopft mein Herz

vor Aufregung so laut, dass ich Angst habe, den Hund der alten Dame neben mir aufzuwecken.

Wie wird der Typ aussehen, der mir so charmante Schmeicheleien auf meinen Bildschirm gezaubert hat? Wird er halten können, was ich mir davon verspreche?

Was verspreche ich mir überhaupt?

Werde ich noch die Kraft haben, ihn von der Bettkante zu schubsen, wenn mir just in dem Moment einfällt, dass ich eine verheiratete Frau bin? Gut, eigentlich bin ich nur noch ein ganz kleines bisschen verheiratet, seit die zwei Wunderwerke der Technik bei uns Einzug gehalten haben.

Mein Göttergatte surft, bis ihm die Augen flimmern und ich chatte mich derweil durch die Fremde-Männerwelt.

Und nun sitze ich im Zug und rattere dem Abenteuer meiner späten Jahre entgegen. Mein schlechtes Gewissen trampele ich nieder mit Sprüchen, wie: Selber schuld! Wenn Du Deine Tastatur erotischer, Deinen Bildschirm hübscher und Deinen Rechner aufregender findest als mich, hast Du es nicht besser verdient. Wann hatten wir den letzten Sex? Ich kann mich schon nicht mehr dran erinnern.

Der Mann, der gerade auf mich wartet, leckt sich wahrscheinlich alle Finger ab, wenn ich auf meinen Pumps auf ihn zu stolziere.

Der weiß wenigstens zu schätzen, was eine überreife Frau zu bieten hat. Genüsslich lasse ich mir noch mal seine letzte Email durchs Gehirn tanzen.

>>Ich kann es kaum erwarten, bis wir uns treffen. Du bist so eine

tolle Frau. Du hast einen Mann verdient, der Dir zu Füßen

liegt, der sich um Dich kümmert und Dich verwöhnt.<<

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

So ein edler, charmanter Ritter! So ein Kavalier. Der weiß, wie man mit Frauen umgeht. Wenn ich bedenke, mit welchem ignoranten Trampeltier ich mich zu Hause begnügen muss. Dieser gefühllose und unromantische Mistkerl erinnert sich nur an mich, wenn er keine sauberen Socken mehr im Schrank hat. Wie konnte ich nur so blind sein? Wie völlig anders ist doch der Mann, der mir da ins „Netz“ gegangen ist. Intelligent, witzig, humorvoll. Ein Mann, wie ich ihn mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorzustellen gewagt hätte.

Oh, nur noch eine Station, hoffentlich erkenne ich ihn.

Er hat geschrieben, er steht am Ausgang und trägt eine schwarze Jeans und ein rotkariertes Hemd.

Die Bremsen quietschen, der Zug hält an.

Auf zittrigen Beinen nähere ich mich dem Ausgang.

Mir stockt der Atem. Habe ich dieses Hemd nicht gestern noch gebügelt? Lieber Gott, lass mich bitte mitsamt diesen gottverdammten Schuhen auf der Stelle im Erdboden versinken! Das darf doch nicht wahr sein!

Mein Mann kommt auf mich zu, nimmt mich in den Arm und flüstert in meine heißen Ohren: „Ich hab sofort gewusst, mit wem ich da jeden Abend chatte. Ich kenne doch meine Traumfrau. Nur jetzt würde ich mich gerne noch mal verbal mit Dir unterhalten“

 

(einfach nur ein text, nicht authentisch)

 

 

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Kommentare: 5
  • #1

    Traveller (Montag, 02 Februar 2009 21:40)

    Herrlich !!!

    Erinnert mich an einen Song, in dem ein Er und eine Sie über eine Anzeige zusammenfinden und sich dann doch schon wer weiß wie lange kennen.

    Aber viel amüsanter geschrieben.

    Lieben Gruß
    Uta

  • #2

    gestammelte-werke (Dienstag, 03 Februar 2009 07:25)

    dank dir, uta.

    hab einen schönen tag

    gerda

  • #3

    mai britt (Dienstag, 03 Februar 2009 15:30)

    typisch!
    reich es bei schreiblust ein, da ist das thema des monats überraschung.
    lg
    mb

  • #4

    syntaxia (Dienstag, 03 Februar 2009 21:47)

    *lach, ja so kann es heute wirklich zugehen, Gerda!
    Da zeichnest du noch eine milde Variante..

    ..herzliche Grüße schickt dir Monika

  • #5

    gestammelte-werke (Donnerstag, 05 Februar 2009 15:28)

    habt dank fürs lesen, ihr zwei.

    liebe grüße

    gerda

In liebevolle Hände abzugeben........

 

 

 

Langsam aber sicher muss ich Vorsorge treffen.

Es könnte doch sein, dass das „frozen“ in meiner „shoulder“ schneller als mir lieb ist mein Herz erreicht und ich nicht mehr miterleben kann, dass mein zweitgeborener Sohn (kindliche 26 Jahre alt) ein Handtuch selbstständig und ohne ausdrückliche Aufforderung in den Wäschekorb wirft. Oder aber,  dass er hoffentlich ein vorzugsweise weibliches Wesen findet, das diese höchst anspruchsvolle Tätigkeit mit einem warmen Lächeln auf den Lippen für ihn erledigt.

 

Es müsste also eine Frau zu finden sein, die einerseits robust genug ist, um in einem Zimmer zu leben, wo sich auf dem Teppich schon Champignonzuchten gebildet haben und andererseits weich genug,  ihn auch dann noch zu lieben, wenn sie ihn erst stundenlang unter seinen über Monate treu gehorteten,  leeren Pizzakartons suchen muss, um ihn zu küssen.

 

Ehrlich, er ist ein lieber Junge. Warmherzig, kinderlieb, hilfsbereit. Er tut alles, was man ihm sagt. Das Problem ist nur, man muss ihn jeden Tag aufs Neue programmieren.

Ich schwanke zwischen mütterlicher Fürsorge und Solidarität zu meinen 30 Jahre jüngeren Geschlechtsgenossinnen hin und her.

 

Nicht, dass es ihm an Verantwortung mangelte. Nein. Er finanziert sich sein Studium, indem er im Altenheim in der Pflege arbeitet. Seine Kollegen schätzen ihn, weil er die Arbeit sieht, BEVOR er darüber stolpert.

Auf dem Weg vom Altenheim nach Hause müssen dann allerdings seltsame Dinge mit ihm geschehen.

Er ist noch nicht ganz durch die Haustür in den mütterlichen Dunstkreis getreten, da vergisst er alles, was er draußen jemals gelernt hat.

Plötzlich weiß er nicht mehr, wie man das Licht im Treppenhaus ausknipst. Mir scheint, er kann sich nicht mal mehr dran erinnern, wozu das überhaupt gut sein könnte.

 

Mein Sohn ist ein außergewöhnlich witziges Kerlchen. Wirklich. In seinem Abiturheft stand zu lesen: "Als der liebe Gott F. C. erschuf, muss er besonders gut drauf gewesen sein."

Es macht mich stolz, dass er in der Lage ist, mit seinem Witz und seinem Charme mittelgroße Kneipen zu unterhalten.

Ich frage mich allerdings, wieso sein reichhaltiger Wortschatz zu Hause nur für sieben mal pro  Woche „Mutter, wann gibt’s Essen?“ reicht.

 

Mit schlafwandlerischer Sicherheit und ohne Navigationssystem fährt er an jeden Ort der Welt, selbst wenn der auf keiner Landkarte verzeichnet ist.

Aber den Weg zur Spülmaschine in Mutters Küche würde er nicht finden, wenn der mit tausend 100-Watt-Birnen beleuchtet und roten Pfeilen auf dem Boden beschriftet wäre.

 

Trotzdem, er ist ein lieber Junge.

 

Ich gebe ihn äußerst ungern ab. Es bricht mir das Herz, wenn ich mir vorstelle, er könnte an eine Frau geraten, die kein Verständnis dafür hat, dass er vierzehneinhalb Stunden Schlaf pro Nacht braucht.

Ich kann doch nicht ruhigen Gewissens mein etwaiges Ableben in Erwägung ziehen, ohne sicher zu sein, dass seine jeweilige Lebenabschnittsgefährtin mit unendlicher Geduld und noch mehr Liebe jeden Morgen den Kessel, den er zum Eier kochen benutzt hat, wieder in den Schrank stellt.

Er ist dann halt mit seinen Gedanken schon viel weiter.

Vielleicht beim nächsten Auftritt mit seiner Band.

Oder auf der Piste.

Mein Herzensjunge fährt Snowboard wie ein junger Gott.

Unermüdlich kann er stundenlang die Pisten runterjagen und sich wieder hinauf hangeln. Keine Ahnung, warum ihm in seinem Zimmer die zwei Meter vom Sofa zum Papierkorb zu weit sind.

 

Liebe potenzielle Schwiegertöchter, bitte seid nett zu ihm, wenn seine Geschenke für euch nicht ganz den gängigen Vorstellungen entsprechen.

Mir hat er mal zu Weihnachten in einer Tankstelle sechzehn Arztromane gekauft.

Und einmal kam mein Geburtstag so überraschend plötzlich für ihn, dass er die einzige auffindbare Karte, ausgerechnet eine Beileidskarte, mit ein paar Buntstiften umfunktioniert hat zum Geschenkgutschein für ein Essen.

Er ist nicht gedankenlos  in seiner Geschenkeauswahl, ganz bestimmt nicht. Mit wohlwollendem Entgegenkommen könnte man ihn sogar als ausgesprochen kreativ bezeichnen.

 

Und überhaupt ist er ein lieber Junge.

 

Einerseits nervt das Gefühl, man könne ihm während des Laufens und ohne dass er es merkt die Schuhe neu besohlen, andererseits hat seine grenzenlose Ruhe und Gelassenheit durchaus Vorteile. Den Zickenalarm und die für ihn ach so wichtigen Geschichten seiner kleinen Schwester erträgt er mit dem Gleichmut einer drei Wochen alten Leiche.

Außenstehende könnten den Eindruck haben, er wäre bequem oder gar faul. Das ist er nicht. Ganz bestimmt nicht. Er ist nicht wirklich langsam. Die Welt dreht sich nur zu schnell für ihn.

 

Wenn man ihm ab und zu etwas zu essen hinstellt, ihn nicht mit  Fragen bedrängt, schon gar nicht mit einigermaßen ernst gemeinten Antworten zu seiner beruflichen Zukunft rechnet, dann hat man es mit einem sehr pflegeleichten Zeitgenossen zu tun.

 

Erwähnte ich schon, dass er ein lieber Junge ist?

Ich wünsche mir, dass die Hände, in die ich ihn unter Umständen abgäbe, ihn SEHR, SEHR liebevoll pflegen werden.

 

Sollte ich die geringsten Zweifel daran haben, Mädels, dann behalte ich ihn selber.

 

Er ist nämlich ein besonders lieber Junge.

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Jansen Wilhelm (Freitag, 16 Januar 2009 12:24)

    Lösungsvorschlag: Spendiere ihm eine Geschlechtsumwandlung und einen Friseurbesuch. Ersteres um in von 1.0 in 0.1 umzuwandeln, zweites um ihn blond einzufärben. Schon gibt es keine Probleme mehr!

    Bei den Blondchen (w) hat man sich längst daran gewöhnt, nach den nächtlichen (automatisierten) Reset aller (na ja, der meisten) Hinzellenschubladen morgens, täglich wieder, mit der Neuprogrammierung beginnen zu müssen. Und das tut der Beliebtheit dieser Wesen offenbar keinen Abbruch. Sie sind mehr oder weniger heiß begehrt, zumindest begehrt und leicht zu vermitteln. Ein sogenannter Selbstläufer, der sich von selbst 'verkauft'. Alles ohne Werbung und zusätzliche Reklame.

    Zu teuer? Kannst ja mal eine Gegenrechnung aufstellen: Noch 48,3 Jahre durchfüttern, Putzfrau, Kammerjäger, ...

  • #2

    gestammelte-werke (Freitag, 16 Januar 2009 13:42)

    nee, nee, wilhelm, lass mir mein jüngelchen bloß so wie es ist.
    wenn ich es mir recht überlege, will ihn auch gar nicht abgeben.
    er ist nämlich ein besonders lieber junge.

    die mädels, die ihn haben wollen, müssten sich schon SEHR ins zeug legen.
    sonst wird mutter zum tier. ;-)

    ein bisschen hab ich jetzt nämlich angst, er könnte mit einem wie von dir beschriebenen blondchen heimkommen.

    ich nimm alles zurück, behaupte das gegenteil und behalte mir mein sonnenschein-jüngelchen.

    alles liebe dir
    gerda

  • #3

    Indigonia@gmx.net (Dienstag, 27 Januar 2009 22:06)

    Hallo Gerda,
    deine Sohnschilderung kommt mir so unglaublich bekannt vor. So bekannt bis ins kleinst, dass ich schon denke, ob es sich um denselben Sohn handelt.

    Aber im Gegensatz zu Dir ist mir vor zwei Jahren der Kragen geplatzt. Wir haben uns nur noch wegen seiner Schlamperei gefetzt....gruselig!!!! Meine Küche sah jedesmal aus wenn er sich was kochte als hätte dort ein mittleres Erdbeben gewütet.

    In Übereinstimmung mit mir hat er sich dann eine Wohnung gesucht. Jetzt halte dich fest! Zwei Häuser weiter ist er fündig geworden....sollte ja nicht so weit vom Hotel Mama entfernt sein. Von seinem Küchenfenster (Dachgeschoss) kann er in den heimischen Garten schauen und riecht förmlich durch die Luft, wenn ein leckerer Braten im Elterhaus bruzzelt. Dann dauert es auch nicht lange bis der entsprechende Anruf kommt und gefragt wird, wann das Essen denn so ungefähr fertig wäre.

    Nachdem er zuerst die Wäsche bei uns noch selber in die Waschmaschine stopfte, jedoch vergaß, dass das Waschprogramm auch mal zu Ende gehen könnte, habe ich ihm dann noch eine eigene Waschmaschine gekauft. Manchmal dauerte es zwei Tage, bis er sich bequemte, die zusammengequetschte Wäsche aufzuhängen.

    Schluss aus...Mickymaus!!! Mutter hat dann Waschküchenverbot erteilt.

    Du wirst es nicht für möglich halten...seit er seine eigene Hütte hat, ist er ein regelrechter Pingel geworden. Da gibt es nichts auszusetzen meinerseits.

    Gut.....die Schlüssel zum Elterhaus durfte er behalten. Dass er zwischendurch mal einen Besuch macht, sehe ich dann am Küchentisch, der dann wieder so aussieht, als wenn er noch da wäre (nix weggeräumt) usw.

    Meine Nerven haben sich jedenfalls wieder erholt, seitdem er (wenn auch nur um die Ecke) ausgezogen ist.

    Deine göttlich erzählte Sohngeschichte könnte auch meine sein ;-))))

    Herzlichst Indigonia

  • #4

    gestammelte-werke (Mittwoch, 28 Januar 2009 12:10)

    ja, indigonia, es tröstet mich ein bisschen, dass ich nicht die einzige mutter bin, die sich mit schlampigen kindern rumschlagen muss.

    allerdings muss ich, wenn ich ehrlich bin, jetzt darauf hinweisen, dass der oben beschriebene junge von allen meinen kindern der einzige ist, der ganz und gar auf mama kommt.
    mama ist auch schlampig und schusselig und hat die gleiche "leichtigkeit des seins" in sich wie sohnemann.
    deshalb kann ich ihm auch schlecht böse sein.
    kinder kommen selten auf andere leute. ;-)

    lieben gruß

    gerda

Menschen

Fühlt sich jemand inspiriert zu meinen Bildern ein Gedicht zu schreiben?

Gerne würde ich es hier, mit copyright natürlich, veröffentlichen.

 

Oder schreibt es gleich als Antwort drunter.

In gespannter Vorfreude

 

Gerda

 

 

 

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Kommentare: 21
  • #1

    Traveller (Samstag, 24 Januar 2009 22:38)

    auf Morgen zu

    am Himmel
    Wolken
    abendrot gefleckt
    verweht
    der Tag
    zu Träumen geflohen

    lass uns den
    Farben folgen
    durch die Nacht
    bis Morgenrot
    der Wolken
    Leuchten wiederbringt


    © U.L., Januar 2009


  • #2

    gestammelte-werke (Sonntag, 25 Januar 2009 11:55)

    sehr schön, uta.
    hab dank dafür.

    sonst noch jemand?
    gerne hätte ich noch mehr.

    oder vielleicht fühlt sich auch jemand von meinen anderen bildern inspiriert, ein gedicht dazu zu schreiben.

    das würde mich ganz arg freuen.

    gerda

  • #3

    kathrin (Sonntag, 25 Januar 2009 12:49)

    in der länge der zeit

    an meinem abend
    reihten
    schattenmenschen
    sich ins licht

    ich nahm
    ihre hände
    und lauschte
    dem fehlen
    der farbe
    in ihren augen

    sie aber drehten
    ihre rücken
    zu mir
    und verließen
    meinen anblick
    der reihe nach

    der schatten
    blieb


    © k.m. (claire.delalune)

  • #4

    gestammelte-werke (Sonntag, 25 Januar 2009 12:55)

    klasse, kathrin.
    darf ich das andere (du weißt schon) auch noch haben?
    das passt sooooo gut.

    lieben gruß

    gerda

  • #5

    kathrin (Sonntag, 25 Januar 2009 13:01)

    ich danke dir ganz dolle, gerda - dass du diese zwei texte von mir magst. und ja, ich schreib dir das andere auch hier hinein.


    hoffnung.s.los

    die schatten werden länger
    die du vor mich zeichnest

    wer bist du
    in diesem dunkel

    was hindert
    ins licht zu treten
    die reihe zu verlassen
    in die du mich gestellt

    vor dich
    hast du mich gezeichnet
    zwischen schatten und licht
    bin ich
    und warte
    auf den einen schritt
    hinaus

    nimm den pinsel
    erneut
    in die hand


    © k.m. (claire.delalune)

  • #6

    gestammelte-werke (Sonntag, 25 Januar 2009 15:28)

    ich dank dir lieb, kathrin.

  • #7

    Indigonia@gmx.net (Sonntag, 25 Januar 2009 21:06)

    Hallo Gerda,
    habe heute zum ersten Male deine Seite besucht, da Kathrin in ihrem Gedicht "in der länge der zeit" auf eines deiner Bilder verwies. Ich habe ihre Worte ergänzt und sie meinte, dass du dich freust, wenn ich sie dir auch schreibe.

    Schatten

    der Schatten bleibt
    begleitet mich
    in meinen Gedanken
    verdunkelt mir
    die klare Sicht
    vernebelt meine Sinne
    mein Schatten
    mein zweites ICH

    Einen herzlichen Gruß
    von Indigonia

  • #8

    gestammelte-werke (Sonntag, 25 Januar 2009 21:13)

    liebe indigonia,
    ich grüße dich ganz herzlich zurück und danke dir für deine zeilen

    gerda

  • #9

    eva (Sonntag, 25 Januar 2009 21:37)

    innenaufnahme


    nägel - oder sind es doch menschen
    nägel mit köpfen, eingeschlagen
    man sieht nicht, worin
    aus rost und stahl
    scheinen uns zusammenzuhalten
    unordentliche masse, gebein
    durchschaut von objektivem objektiv
    nur schemenhaft, innere gegenwart

  • #10

    gestammelte-werke (Sonntag, 25 Januar 2009 21:58)

    was ihr nicht alles aus meinen bildern macht.
    meine hochachtung.

    hab dank, eva.

  • #11

    mai britt (Sonntag, 25 Januar 2009 22:02)

    aus Stelzen
    Impressionen zu einem Bild von Gerda Häusler

    in die Leere wachsen
    verloren in Raum und Zeit
    Gestalten für die Ewigkeit

    über sich hinauswachsen
    die Welt von oben sehen
    über den Dingen stehen

    durch Raum und Zeit wachsen
    sich über alles erheben
    über dem Leben schweben
    ©mbpk 25.01.2008

  • #12

    gestammelte-werke (Sonntag, 25 Januar 2009 22:06)

    dir danke ich auch sehr, mai britt.

    schön, dass ich euch so inspirieren konnte.
    ich freue mich.

  • #13

    mai britt (Sonntag, 25 Januar 2009 22:07)

    Hier noch der Link zu meinem Text auf meiner Homepage.

  • #14

    lylo (Montag, 26 Januar 2009 13:23)

    stehe
    auf dem schachbrett
    der liebe gottes
    und wachse
    meinem blick entgegen
    der mich weitet
    in die gegend
    meines herzensrund

  • #15

    gestammelte-werke (Montag, 26 Januar 2009 16:30)

    und noch eine andere interpretation.

    danke, lylo.

  • #16

    Hermann Josef (Montag, 26 Januar 2009 20:38)

    stiegen menschenschatten
    aus nebelländern
    wachte die erinnerung
    am fenster ihrer seele
    und schweigen
    lag in ungezähmter stunde
    trieben worte aus teer
    uferlos über einen himmel
    der fremdblau
    durch januartage
    stiegen schattenmenschen
    auf schwarze tintenbäume
    linienfremd ihr blick
    ins nichts

    (c) Hermann Josef Schmitz


    Hallo Gerda,
    danke für die Inspiration. Bin durch Kathrin Metz auf Deinen Blog und auf die Bilder gestossen. Ganz interessant und sehenswert. Werde ihn demnächst bei mir einstellen und dann entsprechend verbloggen.
    Beste Grüsse von
    Hermann Josef aus der Wortgarage

  • #17

    gestammelte-werke (Montag, 26 Januar 2009 22:08)

    oh, ich danke dir sehr, hermann josef.
    fürs vorbeischauen, fürs gedicht und fürs verlinken.

    lieben gruß

    gerda

  • #18

    gestammelte-werke (Dienstag, 27 Januar 2009 12:05)

    und noch ein wunderbarer text von otto lenk:

    steh ich im grau
    wünsch ich mich hinüber
    tief ins rot hinein
    um mich von dort
    ins rahmenlos
    zu sehnen

  • #19

    gestammelte-werke (Dienstag, 27 Januar 2009 12:07)

    danke, otto.

  • #20

    Hermann Josef (Mittwoch, 28 Januar 2009 18:07)

    Hallo Gerda,
    heute habe ich es bei mir verlinkt.
    Beste Grüsse von
    Hermann Josef

  • #21

    gestammelte-werke (Donnerstag, 29 Januar 2009 12:10)

    danke, hermann josef.
    ich freue mich.

    lieben gruß

    gerda

in einem gemisch aus

 

akuter selbstüberschätzung, zu viel zeit, fishing for compliments und weil mir grad nix besseres einfiel, habe ich  unter fast allen seiten meiner homepage eine kommentarfunktion eingebaut.

ihr dürft also jetzt ohne einschränkung meine texte bejubeln und beklatschen, meine bilder rühmen und ehren und mich in meiner legendären bescheidenheit in den himmel heben, auf einen sockel stellen, mir honig ums mündchen schmieren und mir den hintern pudern.

tut euch bloß keinen zwang an. ihr glaubt gar nicht, wieviel applaus ich vertragen kann.

 

eure gerda

 

ps: ich nimm auch kritik, aber lob wäre mir lieber. ;-)

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Kommentare: 2
  • #1

    Indigonia@gmx.net (Dienstag, 27 Januar 2009 21:40)

    Liebe Gerda,
    wer es verdient, der soll auch mit Lob bedacht werden. Genieße ihn einfach!!!!!

    lg Indigonia

  • #2

    gestammelte-werke (Dienstag, 27 Januar 2009 21:52)

    danke.

    alles liebe dir

    gerda

die kalte schulter und ich......

Nein, es liegt nicht an den derzeitigen klimatischen Gegebenheiten, dass die mir letzte Woche vom Arzt gestellte  Diagnose lautet 

                                                        "frozen shoulder".

Und das  mir, die ich doch noch nie groß im kalte-Schulter-zeigen war. Eigentlich hatte ich gedacht, sowas hab ich gar nicht im Repertoire. Und eigentlich brauche ich sie auch nicht.

Tja, nun habe ich sie halt und niemand ist in meiner Nähe, dem ich sie zeigen könnte.

 

Vor ca. 2 Wochen hat es angefangen. Ich merkte, dass ich mich mit rechts nicht mehr alleine kämmen konnte. Nun gut, kämmen geht auch mit links.  Ein paar Tage später kriegte ich den Arm schon nicht mehr hoch genug, um mich drunter zu rasieren.  Vermutlich wachsen mir irgendwann die Achselhaare rechts unten aus dem Pulloverärmel raus.  Vorgestern war ich schon nicht mehr in der Lage den Suppenlöffel zum Mund zu führen.

 

Was will mein Körper mir damit sagen? Dass ich zuviel esse? Da hat er die Rechnung aber ohne den Wirt gemacht. Schulkreide kann ich auch mit links tonnenweise in mich reinschaufeln. Das kann es also nicht sein.

 

Vielleicht will er mir auch einfach zeigen: So, Mädel, jetzt mal halblang. Dir frieren wir jetzt mal die Schulter ein, damit du es ruhiger angehen lässt.

Und es gibt genügend andere, gesundere Schultern, auf denen man die Last der Welt verteilen kann. Nicht nur deine.

 

Na gut, lieber Körper, ich habe verstanden.

Ich bin ja auf meine alten Tage noch lernfähig.

 

Aber nun ist gut.

Spätestens in drei Wochen brauche ich meinen Arm wieder.

Und wenn es nur zum Alaaf-schreien ist.

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Kommentare: 6
  • #1

    syntaxia (Freitag, 09 Januar 2009 16:52)

    Liebe Gerda,

    manchmal warten wir so lange, bis der Körper uns ein Stoppschild zeigt.
    Also vorsichtig wieder auftauen..

    Eine baldige gute Besserung wünscht dir Monika

  • #2

    gestammelte-werke (Freitag, 09 Januar 2009 18:15)

    danke, liebe monika.

    leider ist das eine langwierige angelegenheit. und leider bin ich nicht die geduldigste.

    vor 10 wochen bin ich an der schulter operiert worden, vermutlich muss man sie jetzt nochmal öffnen oder unter vollnarkose und mit gewalt so lange drehen und wenden, bis sie wieder beweglich ist. hört sich nicht wirklich angenehm an, oder?

    alles liebe dir

    gerda

  • #3

    lylo (Sonntag, 11 Januar 2009 01:36)

    ach gerdalein,

    wenn man deine geschichte liest, könnte man beinahe vergessen, wie unangenehm das sein muss!
    schau auf dich, mehr kann ich dir nicht raten ...

    baldigste besserung
    wünscht die lylo

  • #4

    gestammelte-werke (Sonntag, 11 Januar 2009 09:12)

    ja, lylo, ich schau auf mich....
    ....und denke: der lack ist ab. die körperlichen und psyschichen defizite lassen sich nicht mehr vertuschen.
    *lach*

    danke dir
    gerda

  • #5

    mai britt (Dienstag, 13 Januar 2009 09:05)

    danke für deinen eintrag bei mr.
    bin deshalb mal vorbeigeseegelt und hab die frozen shoulder gelesen.
    gute besserung und einen ganz lieben gruß, der hilft zwar nicht deine schulter zu entlasten, aber das gemüt ein wenig zu erhellen, so hoffe ich doch.
    mai britt

  • #6

    gestammelte-werke (Dienstag, 13 Januar 2009 10:46)

    liebe grüße von lieben menschen tun immer gut.
    danke, mai britt.
    ich meine zu spüren, dass ein zipfelchen meiner frozen shoulder grad geschmolzen ist.

    alles liebe
    gerda

Einen guten Rutsch



Da ich mich nun seit 52 Jahren mal mehr und mal weniger gut kenne, weiß ich dass alle meine Vorsätze, seien sie mir auch noch so ernst gemeint, zum Scheitern verurteilt sind, noch bevor sie zu Ende gedacht sind.
Deshalb nimm ich mir fürs nächste Jahr nur Dinge vor, die ich garantiert einhalte, weil sie mein Leben zu dem machen, was es ist.
MEIN LEBEN eben.
1. Vermutlich werde ich ca. 348 Tüten Schulkreide (Kennen Sie Schulkreide?? Mmh, lecker) in mich reinstopfen. Nicht nur, weil diese kleine Schweinerei mir dabei hilft meinen Schweinebauch in seiner jetzigen Form beizubehalten,  nein, sie lenkt auch meinen Hang zur Genusssucht in Bahnen, die ich vor meinen Kindern verantworten kann.
2. An dieser Stelle werde ich euch weiter mit Befindlichkeiten zutexten, die kein Schwein interessieren. es wird mir ein säuisches Vergnügen sein, euch meine Peinlichkeiten und Unzulänglichkeiten bis ins kleinste bemitleidenswerte Detail zu schildern. Und dann suhle ich mich auch noch in eurem Gelächter.
3. Meinen Haushalt, der manchmal eher an einen Schweinestall erinnert, werde ich auch im nächsten Jahr so lange ignorieren, bis mir jemand die Putzkolonne von RTL auf den Hals jagt. Allerdings befürchte ich, dass meine jahrelang liebevoll gezüchteten Bakterienkulturen sich vehement und resistent zu wehren wissen.
4. Ich werde meine leiblichen Abkömmlinge weiterhin vertüddeln, mit meinem unerschütterlichen Optimismus zudröhnen, mit überschwenglicher Liebe überschütten und all meine Streicheleinheiten hemmungslos  verschwenden. (Sie werden froh sein, wenn sie ab und zu auch was zu essen kriegen. Schweinebraten oder so...)
5. In maßloser Selbstüberschätzung und akuter Selbstverherrlichung gehe ich davon aus, dass ich auch im Neuen Jahr hin und wieder einen Kommentar von euch bekomme, einfach weil ich glaube, dass ich bei allem erlebten Elend doch ein kleines Glücksschweinchen bin.

Alles, alles Liebe für 2009 und dass wir alle Ende des Jahres sagen können "Schwein gehabt"

Gerda

 

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Kommentare: 6
  • #1

    syntaxia (Donnerstag, 01 Januar 2009 18:26)

    Liebe Gerda,

    was den Kommentar angeht, sollst du Recht behalten.
    Ich wünsche dir für das neue Jahr weiterhin so viel Kreativität, um deine Köstlichkeiten hier zu servieren, die ich mit Genuss vernasche ohne spätere Reue.. ;-)

    Ein glückliches 2009 mit viel Gesundheit und Zufriedenheit!
    ..wünscht dir Monika

  • #2

    gestammelte-werke (Freitag, 02 Januar 2009 15:04)

    du scheinst meine treueste leserin zu sein, monika.
    *freu*
    dir auch alles, alles liebe für 2009

    gerda

  • #3

    lylo (Sonntag, 04 Januar 2009 01:18)

    na, da wünsche ich dir viel spaß bei der umsetzung!
    mir bereitete es jedenfalls schweinisches vergnügen, davon zu lesen!

    alles liebe für das neue jahr und auch darüber hinaus
    deine lylo

  • #4

    gestammelte-werke (Montag, 05 Januar 2009 18:55)

    danke, liebe lylo.
    dir auch alles liebe.

    gerda

  • #5

    kathrin (Mittwoch, 07 Januar 2009 00:25)

    liebe gerda,
    ich finde deine humorvollen drohungen zum neuen jahr köstlich! vergiß sie bloß nicht und setze sie alle um. das hieße nämlich, dass du so bleibst, wie du bist. und das ist einfach zum gern-haben.

    ein wunderbares 2009 für dich, mit allem, was an gutem für dich nötig ist, damit es am ende ein zufriedenes jahr gewesen sein wird.

    lieben gruß,
    kathrin

  • #6

    gestammelte-werke (Mittwoch, 07 Januar 2009 11:22)

    danke, kathrin, besonders fürs gern-haben.
    das gebe ich gerne zurück.

    auch dir alles liebe für 2009

    gerda

 

 

 

im eisigen wind

schaukeln klirrend

wundersame tropfen

an den ästen

ihr strahlen

funkelt mir

sonne

ins

h

e

r

z

 

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Kommentare: 4
  • #1

    syntaxia (Dienstag, 30 Dezember 2008 11:39)

    Wunderschön, auch die optische Umsetzung!

    Einen schönen Tag wünscht dir Monika

  • #2

    gestammelte-werke (Dienstag, 30 Dezember 2008 14:06)

    danke, monika.
    dir auch einen schönen tag.

  • #3

    kathrin (Mittwoch, 07 Januar 2009 00:26)

    bild und text bilden eine schöne harmonie. das gedicht besonders auch durch seine form.
    und er inhalt, der ist einfach optimistisch schön.

    lg,
    kathrin

  • #4

    gestammelte-werke (Mittwoch, 07 Januar 2009 11:31)

    ach, kathrin.
    deinen kommentar werte ich als großes zeichen von menschlichkeit und sympathie für mich.
    du, die lyrikerin schlechthin versuchst mir in meiner laienhaften ahnungslosigkeit mut zuzusprechen, es vielleicht auch weiterhin mit dem einen oder anderen gedichtchen zu versuchen.

    aber ich glaube, wir wissen beide, dass das nichts gibt.
    ist auch nicht schlimm. so lange ihr euch nicht durch meine stümperhaftigkeit belästigt fühlt.

    ich für mich kann gut sagen: ja, ich habs ein paar mal versucht. es tuts nicht. es gibt genug andere sachen, die ich besser kann. ich kanns also getrost und ohne an selbstbewusstsein zu verlieren bleiben lassen.
    jeder soll das tun, was er am besten kann.oder was er am liebsten tut.
    das ist bei mir nun mal nicht "gedichte schreiben".

    hab dank für deinen lieben kommentar.
    ich drück dich.

    gerda

FROHE WEIHNACHTEN!

Wunderbar warme,

lieb leuchtende,

herzlich helle


Weihnachten

 

Gerda

 

 


 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    syntaxia (Mittwoch, 24 Dezember 2008 11:00)

    Liebe Gerda,

    ein ganz schönes Weihnachtsfest,
    wie du es gern verleben magst

    ..wünscht dir Monika

  • #2

    gestammelte-werke (Sonntag, 28 Dezember 2008 19:47)

    ups, liebe monika, ich sehe deinen kommentar jetzt erst. zu spät, um frohe weihnachten zu wünschen. sorry.
    aber ich kann dir auch ohne weihnachten alles liebe wünschen. einfach so und immer wieder.....
    gerda

einen wundervollen advent ......

 

 

 

mit dem foto meines ganz privaten weihnachtsmannes,

meines leicht betitschten, aber umso liebenswerteren lebensgefährten,

möchte ich all meinen lesern,

denen, die einmal und nie wieder hier waren,

denen, die mich schon mehrmals besucht haben,

denen, die mich durch zufall gefunden haben,

und denen, die irgendwann einmal vorbeischauen

einen wundervollen advent wünschen.

ein weihnachtsfest, wie es im buche steht,

und ein zufriedenes neues jahr.

 

von herzen

gerda häusler

 

(ich weiß noch nicht wie genau mein weihnachtsfest wird, aber ganz sicher wird es lustig. siehe foto)

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Kommentare: 1
  • #1

    lylo (Dienstag, 23 Dezember 2008 21:42)

    liebe gerda,

    machs lustig! ein richtig schönes, lustiges weihnachtsfest!
    ich wünschs dir! sehr!

    alles liebe
    von der lylo

Dumm gelaufen

Wenn ich seit gestern zu irgendetwas auf dieser Welt ein schwer gestörtes Verhältnis habe, dann sind das Männer, die aussehen wie Frösche und Bahnhofsklos.

 

Als unfreiwillige Single-Frau telefoniere ich mir seit einiger Zeit die Ohren heiß und die Finger wund, um über eine Flirt-Line den Mann meiner Träume und den Stern meiner Nudelsuppe kennen zu lernen.

Gestern Nachmittag nun hatte ich mein erstes und ganz sicher auch mein letztes Blind Date.

Wir hatten uns für achtzehn Uhr in der Kölner Bahnhofsgaststätte verabredet.

Weil ich nichts mehr hasse, als zu spät zu kommen und irgendetwas zu verpassen, war ich genau vierunddreißig Minuten zu früh da.

Mit meinen frisch erworbenen hochhackigen Pumps, auf denen ich weder laufen, noch stehen konnte, trippele ich nervös von einem auf das andere Bein. Ich bete still vor mich hin: Herr im Himmel, lass mich bitte ruhiger werden, sonst falle ich meinem letzten verzweifelten Versuch noch ohnmächtig in die Arme.

Nach dem sechsundzwanzigsten Blick auf die Uhr, beschließe ich, noch mal schnell zur Bahnhofstoilette zu gehen, um in den Spiegel zu schauen. Naja, Verona Feldbusch lächelt mich da nicht gerade an. Mit so einer natürlichen Schönheit bin ich leider nicht gesegnet.

Was ich da vor mir sehe, ist das komplette kosmetische Angebot von Firma Eckstein.

Hoffentlich bröckelt mir der Putz nicht aus dem Gesicht, wenn ich ihn anlächele.

Sofern ich mit dieser ganzen Spachtelmasse überhaupt lächeln kann.

So, noch schnell ein wenig Lippenstift, dann kann ich gehen.

Mein Traummann hat sich am Telefon als groß, schwarzgelockt und schlank beschrieben.

Ein gutaussehender Märchenprinz sozusagen, mit einem roten Regenschirm als Erkennungsmerkmal in der Hand.

Ach Gott, bin ich aufgeregt.

Noch ein Blick auf die Uhr.

Als ich mein angemaltes und stark gepudertes Köpfchen hebe, sehe ich in der Ferne einen roten Regenschirm. Nur ist der Mann, der ihn trägt, höchstens einssechsundfünfzig groß und mindestens genauso breit. Er hat ca. sieben Haare von rechts nach schräg über seine Glatze gekämmt und trägt eine Brille, deren Gläser stark an Glasbausteine erinnern.

Mit seinem breiten Mund sieht er einem Breitmaulfrosch verdammt ähnlich.

Wahrscheinlich muss er erst noch zum Prinz geküsst werden.

Aber nicht von mir! Sicher nicht von mir!!!

Ich drehe mich um und renne, so schnell ich das mit meinen Pumps vermag.

Und finde mich im nächsten Moment auf dem Herrenklo wieder.

Scheiße, auch das noch!

Bevor die Toilettenfrau mich entdeckt, schließe ich mich schnell ein.

Das darf ja wohl alles nicht wahr sein! Wieso belügt dieses hässliche, kleine Ungeheuer mich so? Und ich war dumm genug, ihm sogar meine falschen Zähne und meine gefärbten Haare zu beichten.

Nun sitz ich hier mit meinem blau-weiß gepunkteten Regenschirm auf einem Männerklo fest und traue mich nicht raus. Wie lange wird das Monster da draußen wohl ausharren?

Ich lasse mich aufs Klo fallen und versinke augenblicklich in Selbstmitleid.

Womit hab ich das verdient? Ich bin doch so ein nettes, liebes, altes Mädchen.

So ein Mist!

Nach einer halben Stunde höre ich vor der Türe eine Männerstimme sagen:

„Jetzt warte ich schon dreißig Minuten auf eine Frau, die ich nicht mal kenne.

Wie lange wartet man heute auf eine Frau, ohne sich lächerlich zu machen?“

Mir dreht sich gleich der Magen um. Muss dieser viereckige Knirps nun auch noch der Klofrau sein Leid klagen?

„Weiß ich auch nicht, wie viel ist sie Ihnen denn wert?“

„Ach, ich kenne sie ja nicht, aber ich kann nichts mit unpünktlichen Weibern anfangen.“

So eine Frechheit, mich unbekannterweise als unpünktliches Weib zu bezeichnen.

Jetzt fängt dieser Armleuchter auch noch an die Klofrau anzugraben:

„Wann haben Sie denn Feierabend? Vielleicht können wir beide ja einen Kaffee zusammen trinken. Da weiß ich wenigstens, dass mir eine hübsche Frau gegenüber sitzt.“

Alter Schleimscheißer!

Hinter meiner verschlossenen Türe spüre ich förmlich, wie die Toilettenfrau dahin schmilzt.

Wie sie dem verbalen Charme dieses hässlichen Fröschleins erliegt.

Na, mir soll`s Recht sein.

Aber so langsam packt mich doch die Neugierde. Ich klettere aufs Klo, um einen vorsichtigen Blick über die Türe zu werfen.

Da trifft mich fast der Schlag.

Der hübscheste Mann, der mir je unter die Augen gekommen ist, himmelt eine völlig unattraktive Klofrau an.

Bei diesem Adonis würde ich auch dahin schmelzen wie Butter in der Mikrowelle.

 

Stattdessen gefriert mir das Blut in den Adern, als ich einen roten Regenschirm an seinem Arm baumeln sehe.

 

 

 

(der text ist frei erfunden)

 

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Kommentare: 5
  • #1

    syntaxia (Freitag, 12 Dezember 2008 19:58)

    Hehe ja, genau so kann es laufen! ;-)
    Blind Dates sind sicher nur etwas für Menschen, die Überraschungen mögen und damit auch umgehen können..

    Einen schönen Abend wünscht dir Monika

  • #2

    gestammelte-werke (Montag, 15 Dezember 2008 21:11)

    danke monika, ach, ich weiß gar nicht wieviele blind dates ich in meinem leben hatte. es hat nur ganz selten gekribbelt, meistens war es schön und immer war es aufregend.
    alles liebe dir
    gerda

  • #3

    lylo (Dienstag, 16 Dezember 2008 00:50)

    ha, ich zerwuzel mich über deine geschichten!
    die frage, die noch offen blieb ist, ob du dann von der klomuschel gefallen bist?
    aber letztendlich wäre der eh auch nichts gewesen, wenn einer dann gleich die klofrau anbaggert, hast nix verloren, dir wahrscheinlich nur was erspart!
    oder deine prot. natürlich *gg*

    alles liebe!

  • #4

    gestammelte-werke (Dienstag, 16 Dezember 2008 07:28)

    danke, lylo.
    bei deinem kommentar dachte ich gerade: wenn man wüsste, was einem alles erspart geblieben ist im leben, ob man dann wohl glücklicher wäre mit dem, was man hat?
    mh, oder auch nicht...
    schönen tag dir
    gerda

  • #5

    lylo (Mittwoch, 17 Dezember 2008 00:37)

    sehr philosophisch, gell.
    aber weißt du, dass ich mir tatsächlich eine liste angelegt habe, wo ich immer wieder mal was daufschreibe, was ich NICHT habe.
    also nicht geld oder auto oder so.
    aber ich könnte in meinem alter ja schon vieles haben.
    krampfadern, hämorrhoiden, bluthochdruck, ein hörgerät ... und da kommen auch immer wieder mal männer drauf, die ich vor jahren mal kannte und womöglich wieder getroffen habe.
    ich habe große kniescheiben vor lauter demütigen kniefällen! man nimmt das positive im leben so leicht als selbstverständlich und nimmt nur wahr, was einem sauer aufstößt. diesen vorgang umzudrehen, ist eine methode zum sehr zufrieden werden.

    alles liebe!

Bild oder Putzeimer?

acryl auf leinwand

maße je bild: 1,00m x 0,80m

 

diese bilder habe ich letzte woche für meine freundin gemalt.

im gegenzug hat sie für mich geputzt und gebügelt.

 

für wen darf ich noch malen?

ich hätte da noch diverse eckchen zum putzen und 2 körbe bügelwäsche.

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    syntaxia (Montag, 08 Dezember 2008 20:50)

    Na, liebe Gerda,
    das ist ja ein toller Tausch!
    Da würd ich dir aber alles wegbügeln und putzen bis zum Abwinken, bei so feinen Bildern!! :-)
    Bin nur etwas zu weit weg..

    ..grüßt dich Monika

der hingucker schlechthin

mein herzenskind möchte heute mit mir schwimmen gehen. nun bin ich in einem alter, wo man sowas nicht mehr ganz so spontan macht.
gestern abend habe ich bei der anprobe meines bikinis mit entsetzen, jedoch ohne allzu überrascht zu sein festgestellt, dass die zeiten, wo mir wenigstens noch ein vögelein hinterhergezwitschert hat, definiv und wahrscheinlich auch unwiderruflich vorbei sind.
ich dachte wieder einmal mehr: mama, du siehst scheiße aus.
da ich die situation aber nicht ohne beträchtlichen aufwand ändern kann, muss ich halt meine einstellung dazu ändern.
sätze wie "eine gute mutter muss schatten werfen", oder "besser einen bauch als gar keine inneren werte" kamen mir in den sinn.
wenn ich mit meinen 52 jahren mit einem achtjährigen kind an der hand am beckenrand vorbei trampele, was macht es dann noch, wenn die leute denken, oh gott, ist die alte schabracke schon wieder schwanger?

so ganz überzeugt hab ich mich dennoch nicht.
ein klitzekleiner rest von ästhetischem enmpfinden ließ sich beim besten willen nicht leugnen.

mit einer tüte chips und einer flasche cola habe ich es mir mit dem laptop auf der couch gemütlich gemacht und im otto-online-katalog geblättert.
wusstet ihr, dass es TANKINIS gibt? ich nicht. manchmal scheint es mir, ich lebe in meinem beschaulichen dörfchen und meiner internetten welt mehr hinterm mond als mancher planet.
für den fall, dass noch jemand nicht weiß, was ein tankini ist: das ist ein zweiteiliges bade-ensemble, das alles hervorhebt, was es hervorzuheben gilt und alles vertuscht, was besser ungesehen bleibt.
die entdeckung des jahrhunderts.
ein wunder aus 100% elasthan.
die ehrenrettung der frau.
und wahrscheinlich ein nicht unmaßgeblicher grund, der die menschheit vor dem aussterben bewahrt.
gesagt - getan, gesehen - gekauft.
wenn ich mir vorstelle, dass demnächst meine hühnerbrust zum busenwunder mutiert. hach...!!!
oder wie ich mit einer taille wie die von sissi vor ihrer krönung zur kaiserin im schwimmbad für aufsehen sorge...hach!!!!

aber jetzt gleich muss ich erstmal mit meinem herzenskind in meinem ollen bikini los.
gesenkten hauptes und vorstehenden bauches werde ich mich durch die menschenmenge walzen, in der stillen hoffnung, dass reinhard mey auf sylt und jörg pilawa an der alster, und nicht in hückelhoven im schwimmbad sein werden.

 

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Ganz stolz bin ich

zur erläuterung:

der helle fleck im text ist nicht durch das leuchten meiner augen entstanden.

nein, und auch nicht vom stolz, der mir aus allen poren glitzert

schuld ist auch nicht das glühende verlangen, das mich diesen flyer hier in maßloser selbstüberschätzung präsentieren lässt.

 

es ist schlicht und ergreifend der widerschein des blitzes.

und das liegt wahrscheinlich daran, dass ich zu dämlich bin mit dem fotoapparat umzugehen. *schäm*

 

ps: auf der rückseite des flyers stehen 6 autorennamen.

ich selbst bin mit 6 texten im buch vertreten.

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Kommentare: 6
  • #1

    kathrin (Mittwoch, 03 Dezember 2008 12:33)

    liebe gerda,
    gratuliere!
    und bitte - du darfst ruhig stolz drauf sein, ohne es anschließend wieder zu schmälern. bitte!

    liebes dir,
    kathrin

  • #2

    Uta (Mittwoch, 03 Dezember 2008 17:14)

    Keine Ahnung, wo mein erster Kommentar geblieben ist, also nochmal:

    schön, deine Texte jetzt auch im Buch zu sehen
    und nicht nur einen in einer Anthologie aus 30, sondern ein ganz großer Anteil am Buch

    Gratuliere dir und liebe Grüße
    Uta

  • #3

    syntaxia (Mittwoch, 03 Dezember 2008 20:42)

    Auch ich gratuliere dir herzlich, liebe Gerda!
    Ich freu mich mit dir!

    ..grüßt dich Monika

  • #4

    lylo (Mittwoch, 03 Dezember 2008 21:11)

    auch stolz bin! nämlich darauf, dich zu kennen!
    gratuliere! dir. und mir. ;-)


  • #5

    gestammelte-werke (Mittwoch, 03 Dezember 2008 23:19)

    danke schön.
    es tut mir gut, dass ihr euch mit mir freut.

  • #6

    ELsa (Donnerstag, 04 Dezember 2008 14:32)

    Herzliche Glückwünsche, lieber Gerda, das finde ich einfach supertoll!

    LG
    ELsa

Advent, Advent.....

Advent, Advent,
der Kater pennt,
er träumt, er wär der Weihnachtsmann,
drum hat er dieses Mützchen an.

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Kommentare: 2
  • #1

    syntaxia (Sonntag, 30 November 2008 09:30)

    Liebe Gerda,

    dann wünsche ich dir einen fröhlichen ersten Advent! :-)

    ..grüßt Monika

  • #2

    gerda (Sonntag, 30 November 2008 10:31)

    das wünsche ich dir auch, monika.
    danke.

    lieben gruß
    gerda

gestern und heute gemalt

maße:

 

je bild 1,60m x 0,30m

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Kommentare: 2
  • #1

    kathrin (Montag, 24 November 2008 00:12)

    liebe gerda, ich glaub, wenn ich noch mal eine wohnung einzurichten habe, dann wende ich mich an dich für die raumgestaltung.
    die bilder sind genial!

    lg,
    kathrin

  • #2

    gestammelte-werke (Montag, 24 November 2008 07:21)

    ich danke dir, kathrin.
    gerne würde ich für dich malen.
    schönen tag
    gerda

Nur ein kleines Schwein

                         Es war einmal ein kleines Schwein,

das wollt soo gerne mächtig sein.

Jeden Tag sprach es zur Mutter:

"Bitte, gib mir noch mehr Futter,

denn ich möchte endlich wachsen,

hab doch so dünne Schweinehaxen."

 

Die Mutter war kein dummes Schwein.

"Du darfst nicht so verfressen sein,

schau, der Bauer wetzt sein Messer,

denn er ist ein Schweinefresser."

Das Schweinchen wurde ganz verlegen.

Wie konnt es diesen Wunsch nur hegen?

 

"Liebe Mami, du hast Recht.

Ich ess ab heute lieber schlecht.

Du bist die beste Schweinemutter,

und ich schließlich kein Menschenfutter.

Ich will jetzt immer auf Dich hören,

und nur das Nötigste verzehren."

 

Und die Moral von der Geschicht:

 

Manager (oder Politiker) wird das Schweinchen nicht.

 

 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    testsiegerin (Freitag, 21 November 2008 09:16)

    Die Moral von der Geschicht:
    Lieber lustvoll leben und gefressen werden
    als kaum fressen und leiden und trotzdem sterben

  • #2

    gestammelte-werke (Freitag, 21 November 2008 12:48)

    haste recht. das war eh nicht gut durchdacht.
    aber es reimte sich so schön. *lach*

  • #3

    testsiegerin (Sonntag, 23 November 2008 23:07)

    ja. gereimt ist es auch wunderbar.
    vielleicht hab ich einfach ein problem mit der moral ;-)

Gerda kocht......,

 

...aber weder am Herd, noch mit offener Flamme, nein, ich liege im Bett und koche vor Wut über dieses dämliche Vollmondgesicht, das da durch mein Schlafzimmerfenster grinst, als wollte es sagen:

Na, du Ladenhüter, schon wieder keinen Mann im Bett?

Nix kleines Glitschiges, gar nix?

 

Pah, ich habe weiß Gott genug Frösche geküsst, du Schlaumeier.

Kein einziger Prinz dabei, nicht mal ein verwunschener Föhn.

Den nächsten und alle folgenden Frösche, die ich küsse, werde ich umgehend zu dir hochschießen. Auf dass du nicht mehr so überheblich gelb vom Himmel strahlst, sondern grün......vor Neid auf meine froscharme Nacht.

Von wegen Ladenhüter!

Dass ich nicht lache!

Beim letzten Tanztee hätte ich Mumien schieben können ohne Ende.

Du brauchst mich gar nicht so zweifelnd anzuschauen.

Ich erzähl dir mal, was ich innerhalb einer halben Stunde an ein- und zweideutigen Angeboten habe ausgeschlagen.

Der erste Satz des ersten Herrn beim Tanzen war: „ Ich habe die ganze Welt bereist...“

Wenn ich nicht so ein höflicher und leidensfähiger Mensch wäre, hätte ich ihn gefragt:

„Und warum bist du nicht dageblieben, du A......ngeber?“

Der zweite Traumtänzer versuchte klammheimlich die Hand unter mein T-Shirt zu schieben, noch bevor wir ein Wort gewechselt hatten. Ihn habe ich mitsamt seines besten Stückes mitten auf der Tanzfläche stehen lassen, im wahrsten Sinne des Wortes, mit der Bemerkung:

„Wenn du was suchst, was auf Knopfdruck reagiert, dann kauf dir gefälligst eine Mikrowelle.“

Tja, so sind sie, die Prinzen!

Aber so schnell gebe ich ja nicht auf, ich kann verdammt hartnäckig sein.

Als der dritte Mann mich mit einem vollkommen zahnlosen Mund anlächelte und wahnsinnig einfallsreich lispelte: „Hallo, schöne Frau, biste öfter hier?“, da habe ich mir ernsthaft überlegt, ob ich meine Prinzipien und Ansprüche über Bord werfe oder das Handtuch schmeiße.

Die zweite Möglichkeit erschien mir schmerzfreier.

Und nun liege ich frustriert im Bett und muss mir von dir stumme Vorwürfe gefallen lassen.

Anstatt dass in meinem Schlafzimmer die Leidenschaft brodelt, köchelt mein Ärger auf Sparflamme dahin.

Besser du gehst in Deckung und versteckst dich hinter Wolke sieben. Ich bin zur Zeit nicht besonders gut auf Männer zu sprechen, auch nicht auf den Mann im Mond.

 

Ich denke, wenn ich genug gekocht habe, fange ich an zu backen.

Keinen Kuchen, nein, ein schnuckeliges Kerlchen, das den ganzen Mund voller Zähne hat, das mich sechsunddreißig Mal zum Essen einlädt, bevor ich ihm gnädigst erlaube meine Hand zu halten und das nicht die Welt, sondern mich erkundet.

 

 

 

 

 

 

 

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  • #1

    testsiegerin (Dienstag, 18 November 2008 08:56)

    Sie schreibt wieder .... Göttin sei Dank! Und wie sie schreibt! Voller Witz und Wärme und Wut.

    Glaub mir, liebe Gerda, wenn da ein Mann ist, der jede Nacht neben dir liegt,... die Wut wird nicht weniger ;-)

    Scheiß auf die Illusionen und kauf dir ein gutes Buch.

  • #2

    gestammelte-werke (Dienstag, 18 November 2008 17:52)

    ja, eigentlich habe ich ja einen mann, zumindest am wochenende.
    und in der woche sind mir bücher als ersatz lieb und teuer. eine würdige vertretung sozusagen. ;-)

    danke, du machst mir mut.

festgetackert??????

seit mindestens 40 jahren frage ich mich schon, ob und wie meine mutter mich damals

am kinderwagen festgetackert hat. oder hat sie mich vielleicht mit der windel an den  bügel geknotet? ich weiß von ihren erzählungen, dass ich erst mit 18 monaten laufen gelernt habe. aber auf dem foto bin ich doch höchstens ein jahr.

 

 

ja, ja, der ehrgeiz der mütter....lach.

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Kommentare: 4
  • #1

    syntaxia (Freitag, 14 November 2008 18:47)

    Ein schönes Bild, liebe Gerda

    ..ich denke, sie war einfach irre schnell. Wenn ich die Beinchen sehe, glaube ich fast, dass du kurz drauf zur Seite gekippt bist.
    Obwohl... da links hinter dir das weiße Knäuel könnte dich halten..*lächel
    Waren unsere Kinderwagen nicht toll damals?

    ..grüßt Monika

  • #2

    gestammelte-werke (Freitag, 14 November 2008 19:00)

    und nicht nur die kinderwagen, monika.
    das gehäkelte kleidchen ist doch auch allerliebst.

    lieben gruß
    gerda

  • #3

    testsiegerin (Dienstag, 18 November 2008 08:57)

    schönes foto!
    wo kriegt man heute noch kleidchen, die genau zum kinderwagen passen.

  • #4

    gestammelte-werke (Dienstag, 18 November 2008 17:54)

    wie die zeiten sich ändern....heute lassen kinder sich auch nicht mehr an den kinderwagen knoten.

unter tränen und schweiß bin ich seit gestern dabei mir eine hp zu basteln.

wenn man bedenkt, dass ich

1. äußerst ungeduldig bin

und

2. null ahnung von nix, aber davon jede menge habe,

ist das eine stramme leistung.

ob das mit dem bloggen auch noch klappt, wage ich so lange zu bezweifeln, bis ich den ersten kommentar bekommen habe.

*ängstlich und erwartungsvoll aus der wäsche guck*

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Kommentare: 12
  • #1

    kathrin (Donnerstag, 06 November 2008 22:56)

    :) und hier ist er, dein erster kommentar. und ich freu mich sehr, ihn dir schreiben zu dürfen, liebe gerda.
    also - nun bitte nicht länger zweifeln, sondern weiter frisch drauf los, so wie bisher auch.
    dann wird das, da bin ich sicher!

    viel freude dir an deiner (tollen!) hp und beim bloggen.
    grüßle,
    kathrin

  • #2

    gestammelte-werke (Freitag, 07 November 2008 07:23)

    hi kathrin,

    ich freue mich riesig über deinen kommentar und darüber, dass du schon mal gestöbert hast.
    dank dir.
    einen schönen tag wünsche ich dir
    gerda

  • #3

    zeichen (Freitag, 07 November 2008 08:16)

    ist doch schon ganz toll, gerda!
    das mit dem blog-modul wirst du auch noch hinkriegen, einfach herumprobieren, kannst doch alles wieder löschen, nur mut!

    lg eva

  • #4

    Uta (Freitag, 07 November 2008 15:13)

    So, jetzt bin ich hier auch noch angekommen.

    Viel Spaß beim bloggen, liebe Gerda, und sei vorsichtig: wenn man einmal angefangen hat, kann das süchtig machen. ;-)

    Lieben Gruß
    Uta

  • #5

    testsiegerin (Samstag, 08 November 2008 12:34)

    not last, and definitely not least: The testsiegerin!

    Ich bin stolz auf dich, dass du es geschafft hast. Und ich tät mir gern den Platz an der Theke reservieren, wo ich dir beim mixen zuschauen kann.

  • #6

    gestammelte-werke (Samstag, 08 November 2008)

    schon reserviert, für immer.

  • #7

    polli (Sonntag, 09 November 2008 16:17)

    Schön geworden, deine Seite!

    Es grüßt polli, weiterhin ohne Blog

  • #8

    Astrid & Helmut (Montag, 10 November 2008 09:51)

    Hallo liebe Gerda,
    das hast du prima gemacht. Booaaahh, wie der Rheinländer zu sagen pflegt.
    Phantastisch. Das hast du super hin bekommen. Ganz liebe Grüsse von Astrid & Helmut
    Bis bald.....

  • #9

    lylo (Dienstag, 18 November 2008 01:35)

    oh, willkommen in blogistanien!

    muss da gleich mal linke setzen.
    knuddel schickt die lylo

  • #10

    mai britt (Mittwoch, 03 Dezember 2008 18:47)

    klasse ist sie geworden deine seite
    besuchte sie mal wieder heite

    alles liebe
    mb

  • #11

    viagra online (Mittwoch, 29 Juni 2011 16:22)

    nice

  • #12

    Online Degrees (Dienstag, 11 Oktober 2011 18:42)

    Nun, ich muss sagen, dass hat der Autor wirklich guten Blick über das Thema und ich werde es anderen zu teilen.